Grundpfeiler für tragfähige Beziehungen

 

1. Annahme

"Nehmt einander an, wie Christus Euch angenommen hat!" (Röm. 15,7)

"Wenn ich möchte, daß sich ein Mensch verändert, dann muß ich ihn so annehmen, wie er ist!"

Paradoxes Prinzip: Ein Mensch verändert sich dann am ehesten (zum positiven), wenn er so sein darf, wie er ist, d.h. so angenommen wird, wie er ist.

Wenn ich versuche, den anderen unter Druck zu setzen oder versuche, ihn verändern zu wollen, wird es nicht gelingen. Dies erzeugt Widerstand (Selbstschutz).

Wie hat Christus uns angenommen?

- Freiheit

- Geborgenheit, Sicherheit

Praxis: Was macht es schwierig, den anderen so anzunehmen, wie er ist?

Wenn der andere anders ist (Pünktlichkeit, Ordnung, Disziplin, Zuverlässigkeit, Kotzbrocken,...)

Hinweis auf Gegensätze (warmherzig - sachlich, temperamentvoll - ruhig, nähebedürftig - distanziert)

 

1.1 Einander annehmen (Röm. 15,7)

× Wenn ich jemanden so liebe wie er ist, kann er sich viel leichter verändern. (Freiheitliches Denken) Negativbeispiel, Positivbeispiel

 

1.2. Den anderen annehmen und ernstnehmen

× der andere hat Bedürfnisse und Gefühle

× warum ist er so?

× ihn verstehen wollen

× sich in den anderen hineinversetzen

 

2. Liebe

Text: 1. Kor. 13,4-8a

- Aus der Sicht des anderen denken

- sich in den anderen hineinversetzen, was würde ihm gefallen?

- Du bist mir wichtig!

Jeder möchte gerne geliebt werden.

Das funktioniert aber nur, wenn ich auch selber bereit bin zu lieben.

Was macht es schwierig, den anderen zu lieben?

- eigene Wünsche, eigene Interessen, Hartherzigkeit, Unverständnis für den anderen

 

2.1 Den Nächsten als Original entdecken

× Ich möchte kein fertiges Bild von ihm haben. (kein Schubladendenken)

× offen sein, immer wieder meine Meinung über den anderen ändern

× Fähigkeiten / Begabungen entdecken, sich dran freuen, kein Neid

 

2.2 Einsehen, daß nichts, aber auch gar nichts selbstverständlich ist

× Selbstverständlichkeit ist ein Feind der Liebe.

× Dankbarkeit dagegen setzen (Worte, Geschenke, Überraschungen) (Bsp.: Schön daß du da bist)

× Erwartungshaltung ist zu hoch

 

2.3 Sich selbst nicht so wichtig nehmen

× keine Machtkämpfe, keine Ehrverletzung

× mehr Humor zeigen, nichts nachtragen

 

2.4 Zeit füreinander haben (Pred. 3,12)

× nicht beim Reden auf die Uhr schauen

× bewußt Zeit einplanen

× Zeit füreinander nicht als verschwendete Zeit ansehen, sondern als Kostbarkeit

 

2.5 Aufeinander hören und voneinander lernen

× nicht immer meinen, man selber habe die Weisheit gepachtet

× Chance sehen für bessere Lebensqualität

× Hören und reden sind gleich wichtig, ich muß beides lernen (keine Einseitigkeit)

× Anhören und zuhören

× zuhören will gelernt sein

× wo recht zugehört wird, wird wahre Gemeinschaft gebaut

× Interesse am anderen

× ein Unterschied ist kein Widerspruch

× erkennen, was der andere braucht (keine 08/15-Antworten)

× überlegtes Reden, Selbstbeherrschung

 

2.6 Geduld haben und zeigen (Eph. 4,32)

× Wachstum / Veränderung braucht Zeit (Bsp. Pflanze)

× Chance lassen, wenn der andere nicht gleich beim ersten mal etwas annimmt bzw. umsetzt

 

2.7 In Liebe miteinander verbunden sein (Kol. 3,14)

× weg von mir, hin zum du

× Vorteil des anderen suchen (1. Kor. 13)

 

2.8 Die Gottesbeziehung ermöglicht eine gute Beziehung zu den Menschen, die mir nahe stehen (1. Joh. 4,19)

× Beziehung zu Gott pflegen und leben

× ich sehe mich im Spiegel Gottes

 

 

2.9 Viele kleine und große Höhepunkte schaffen

× Wo gibt es Möglichkeiten, daß sich Freude ausdrückt?

× Atmosphäre schaffen, vorher überlegen

× Geschenk

× Investitionen

 

3. Vergebung

Text: Matth. 18, 21.22

 

3.1 Großzügig sein und vor allem barmherzig (Ps. 37,21)

× wie rede ich über andere?

× ein weites Herz haben

× Chance geben, Fehler zu machen und zu wiederholen

 

3.2 Vergeben und vergessen wollen, was nicht gut war (Matth. 6,12)

× nicht nachtragend sein