Buße
Einleitung
Bsp: Kind in schrecklichen Verhältnissen (Verwahrlosung, Mißbrauch...) wird in eine gute Familie adoptiert - nach einigen Jahren: Rückkehr in die alte Welt.
® Es gibt ein altes und ein neues Leben. Bekehrung = in Christus sein ® das alte Leben ist vergangen, Neues hat begonnen ((Vorstellung: Tag der Bekehrung - davor: altes Leben - danach: neues Leben))
Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. (2. Kor 5, 17)
Was wir gerne tun: "Beweisen, daß ich noch sündigen kann" (Bsp Peter Anker), zeigen, daß ich nicht anders bin.
Sünde ist attraktiv! "Ein bißchen sündigen schadet nicht - Gott wird es schon nicht so tragisch nehmen"
Wir müssen Sünde wieder ernst nehmen. ® Buße tun!
Buße ist Bestandteil des christlichen Lebens! Dies ist uns verloren gegangen - Inhalt unserer Gottesbeziehung: Bitte (Herr, gib mir...), Fürbitte, Lobpreis, Heilung + Befreiung, Erweckung - aber die Buße fehlt oft.
Das ist ein Auftrag Gottes: Jesus sagt: Die Menschen von Ninive werden aufstehen und sagen: Wir haben Buße getan! - aber ihr nicht.
(Lk 11,32)Wenn mein Volk sich demütigt und sie beten und suchen mein Angesicht und kehren um von ihren bösen Wegen, dann werde ich vom Himmel her hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen. 2.Chr 7,14
Die Grundlagen
(Sünde - Gerechtigkeit - Bezahlung)
Sünde
Die Beziehung zwischen Gott und uns ist kaputt gegangen (Bsp: eine kaputte Beziehung Eltern-Kind)
® die Ur-Neigung im Menschen: Rebellion, Auflehnung, Gleichgültigkeit - anderes ist mir mehr / gleich viel wert als Gott. Doch: Gott an die erste Stelle ist das einzig Wahre, das ist Gottes Bestimmung für uns
(Du sollst keine anderen Götter neben mir haben)Analogie: andere Frauen / Kinder sind mir mehr wert als meine Frau / Kinder
Wenn du jetzt meinst, "das kann ich nicht": ok, dann bist du ein Sünder.
Gerecht sein
Gegensatz zu Sünde: gerecht sein = das Gesetz halten. 100% ® Gott mehr lieben als alles andere und seine Wege gehen, Gebote halten...
Analogie weltliches Recht: Gesetze müssen gehalten werden, sonst Empörung: rechts überholen, schwarz fahren - kleine Sünden, doch wir sind empört.
Sünde muß gesühnt / bezahlt werden
Ein Prinzip Gottes: da Gott gerecht ist, gibt es keine Schuld, die ungesühnt bleiben wird.
Heute nimmt das Rechtsempfinden immer mehr ab, wir wollen das nicht mehr verstehen. Aber: Mörder von Remagen - soll er unbestraft bleiben?
Analogie: dem Nachbarn eine Schramme ins Auto fahren: gerecht = bezahlen oder niemand sieht es = schlechtes Gewissen.
Ein 3-faches Problem - und unsere Schicksalsgemeinschaft mit Jesus
Wir sind Sünder + wir sollten gerecht sein + wir wollen/können für die Sünde nicht bezahlen (® Tod!)
Wenn das wahr ist: wir sitzen in einer Falle, aus der nur Jesus uns herausholen kann. Jesus vereinigt alle 3 Punkte in einem:
Er trägt unsere Sünde + er ist gerecht + er bezahlt für die Sünde
Folge: Wenn er uns freikauft, gehören wir ihm. Warum? Herr der Sünde ist der Teufel - nicht ich bin der Gott/Herr meines Lebens! (merkst du spätestens, wenn du stirbst, da hört deine Herrschaft endgültig auf!)
Prinzip dieses Lebens: Wenn Jesus uns freikauft, gehören wir ihm - nicht uns.
Der hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns loskaufte von aller Gesetzlosigkeit und sich selbst ein Eigentumsvolk reinigte, <das> eifrig <sei> in guten Werken. Tit 2,14
Vielleicht hast du das noch nie verstanden?!
Wenn du dich noch nicht entschieden hast: Willst du das - dich von Jesus freikaufen lassen?
Wie geht's:
Buße - der Weg zum Leben
Tut Buße und laßt euch taufen.... Apg 2, 38
Buße = Gott alles geben: Schuld/Sünde, Zukunft, Beruf, Beziehungen, Geld, mein Leben. (Dazu gehört auch die Taufe! Geize nicht bei der Taufe - oder sind dir Menschen mehr wert als Gott?)
Was bekomme ich?: alles, was Gott zur Verfügung hat. Gott gibt viel mehr, als du ihm geben kannst. Du kannst Gott nie im Geben übertreffen.
Gebt, und es wird euch gegeben werden: ein gutes, gedrücktes und gerütteltes und überlaufendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn mit demselben Maß, mit dem ihr meßt, wird euch wieder gemessen werden. Lk 6,38
Und: wir bekommen den Hl. Geist als Bestätigung, daß wir mit Jesus verbunden sind ® Ich habe Heilsgewißheit!!! (Falls nicht: komm!)
Die Praxis der Buße
Fassade/Stolz fallenlassen und mich mit meiner Schwachheit und Fehlerhaftigkeit annehmen ® so zu Gott kommen (ein Stolzer/Un-Aufrichtiger kann keine Buße tun)
Bsp: Ein Mann zum Seelsorger: "Ich bin ein großer Sünder" Antw: "Das habe ich sofort gesehen" ® Empörung, "das verbiete ich mir"
Sinnlos: "Ich habe eine Schuld begangen, aber ich will es nicht sagen...": Was nicht ausgesprochen wird, bleibt in uns und zerstört - nur was ich bejahe und bekenne, kann befreit und geheilt werden. Unbekannte Sünde wird unser Leben mehr prägen als Gottes Wort - und den Segen verhindern!
Freuen dürfen sich alle, denen der HERR die Schuld nicht anrechnet und deren Gewissen nicht mehr belastet ist!
HERR, erst wollte ich meine Schuld verschweigen; doch davon wurde ich so krank, daß ich von früh bis spät nur stöhnen konnte. Ps 32,2-3
Unsere Gesellschaft ist krank, da Buße nicht praktiziert wird! Buße ist unmöglich, da eine Gesellschaft, die Gott "abgeschafft" hat, von niemandem Vergebung empfangen kann.
Vier Wege des Sündenbekenntnisses
Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen
- ohne Buße keine Bekehrung: Aufarbeiten der Vergangenheit. Alles, was der Geist Gottes im Blick auf das vergangene Leben zeigt, wird ausgesprochen.Bekehrung ist das wichtigste Ereignis im Leben: du bekommst neues Leben und wirst ein Kind Gottes. Das sollte man unbedingt vollständig machen, nicht halb.
Wenn wir keinen richtigen Anfang mit Jesus machen, kommen wir auch nicht richtig weiter - alte Sünden lähmen/beschweren uns (Bsp: Traum, wo wir weglaufen wollen und nicht vorwärts kommen).
Hast du bei deiner Bekehrung umfassend Buße getan?
Die kleinen Fehltritte (neg. Gedanken, Bosheit...) sofort Jesus bekennen - nicht warten. Nichts soll zwischen Gott und mir stehen: ich bekenne mein Versagen und nehme Gottes Vergebung an.
Heiligung bedeutet: Gottes Geist zeigt mir mehr Unvollkommenheit - bin ich dazu bereit, mich korrigieren zu lassen, auch wenn "alle anderen auch nicht besser sind"?
Dauersünden ® alle Dinge, mit denen wir auch nach wiederholtem Bekennen, Gebet und Bemühen nicht klarkommen ® Seelsorge.
Eine Sünde, die mein Leben vor der Bekehrung prägte und von der ich frei war (Bsp Diebstahl, Betrinken, Joint): ® seelsorgliches Problem (schwere Verletzungen, Bindungen...)
Ein Bekenntnis genügt zur Vergebung, aber oft nicht zur Lebensänderung. Seelsorge erforderlich: wo/wie begann die Entfernung von Gott? Wo ist die Wurzel?
Vergebung und Reinigung
Warum vor Menschen bekennen?
Wir haben die Vollmacht, Vergebung für bekannte, bereute Schuld zuzusprechen!
Wenn ihr jemand die Vergebung seiner Schuld zusprecht, ist die Schuld auch von Gott vergeben. Wenn ihr die Vergebung verweigert, bleibt die Schuld bestehen. Joh 20,23
Dann ist uns vergeben!!!
Doch Bekennen ist nicht der Schritt zur Vollkommenheit - hat nicht automatisch zur Folge, daß diese Sünde nicht mehr geschieht.
Dazu brauchen wir Reinigung: mühsam, Willenssache, Prozeß
Aber: Buße ist eine notwendige Sache für unser Leben als Christ. Wir müssen/dürfen Buße praktizieren, sonst bleiben wir stehen.
Geistl. Stillstand im Leben (wie im Traum...)? Wie war das geistl. Wachstum / Gottesbeziehung in den letzten 12 Monaten? Willst du mehr mit Gott (er-)leben - und kriegst es nicht?
Heute: "Fragen zur Selbstprüfung" (nicht andere prüfen!)
((Vorlesen, Musik, Stille))
dann: