Auftrag

Gemeinde-Auftrag – Predigt I

 

Die unlösbare Frage: „Warum ist die Banane krumm?® Gott weiß es! Wenn Gott die Banane krumm gemacht hat, dann hat das einen Sinn! Wenn Gott etwas macht, dann hat das einen Sinn. „Wozu gibt es überhaupt Bananen?® Sinn, Auftrag: „Du sollst Menschen und Tiere ernähren und erfreuen.“ (Nr.1 an der Waage)

Alles, was Gott gemacht hat, hat von Gott einen Auftrag/Bestimmung bekommen.

Als Gott Menschen geschaffen hat, gab er ihnen einen Auftrag: 1. Mo 1,28 – einen allgemeinen Auftrag, der für alle Menschen gilt.

Immer, wenn Gott Menschen gerufen hat (und Menschen ja gesagt haben), gab er ihnen einen besonderen Auftrag – der über den allgemeinen Auftrag hinausging.

[siehe Anhang/Folie]

F: Was ist unser Auftrag? Warum existiert unsere Gemeinde? Was ist der Sinn?

® Das ist das Thema dieser Predigt und von vier weiteren Predigten!

Wer bestimmt den Auftrag der Gemeinde? In der Realität: · Tradition · Programme · Was grad „in“ ist · Persönlichkeiten · Geld?

Das wichtigste für eine/unsere Gemeinde ist zu wissen, welchen Auftrag wir von Gott haben! Sonst fällt uns jede Woche etwas anderes ein: Viele Pläne haben wir im Kopf! Was habe ich schon alles gedacht/geplant/gewollt. Aus vielem ist nichts geworden. ® Was Gott will, macht Sinn! Das wird gelingen.

Die Bibel sagt: Viele Pläne hat der Mensch im Herzen, aber der Ratschluss des Herrn bringt alleine etwas zustande. Spr 19,21

Die Bibel zeigt uns: Unsere Gemeinde hat einen bestimmten, speziellen Auftrag von Gott! Diesen Auftrag können nur wir ausführen – niemand sonst.

Andere Gemeinden haben auch einen Auftrag von Gott – aber sie haben einen anderen Auftrag.

Bsp: Baptisten: „Die können sich doch auflösen und zu uns kommen.“ ® Sie haben auch einen Auftrag von Gott, den wir nicht tun können!

Warum gibt Gott uns einen Auftrag?

Weil Gott unsere Gemeinde genau dafür gemacht hat

Auftrag = Daseinsberechtigung, Sinn unserer Existenz, Bestimmung – und unser Teil am Reich Gottes. Bsp: Ein Bauwerk – viele Steine: Gilt für die Gemeindeglieder<->Gemeinde und ebensfalls für Gemeinde<->Reich Gottes. ® Bauklötze!

Der Auftrag der Gemeinde ist der Auftrag von jedem Gemeindeglied! ® Wenn wir über unseren Auftrag reden, muss sich jeder die Frage stellen: „Will ich mich daran beteiligen – eins machen – dafür einsetzen. – Oder habe ich ganz andere Ziele, eine ganz andere Berufung.“ Wenn jemand hier ist, der den Auftrag unserer Gemeinde überhaupt nicht annehmen kann, für den gibt es wahrscheinlich einen anderen Platz, eine andere Gemeinde.

Meine Hoffnung / Überzeugung ist unsere Einheit als Gemeinde: „Wir kennen unseren Auftrag – wir halten zusammen und werden ihn gemeinsam ausführen.“

Wenn wir etwas anderes tun als den Auftrag, den Gott uns gegeben hat, werden wir kein Gelingen haben: Gott wird uns korrigieren – oder wir werden nicht bestehen.

Wenn wir unseren Auftrag tun, wird uns dies gelingen!

Vier segensreiche Vorteile, die uns ein klarer Auftrag bringt

1. Motivation und Einsatzbereitschaft

Wenn wir Jesus nachfolgen (= Christsein), dann erfordert das vollen Einsatz! Deshalb müssen wir wissen, wofür wir uns einsetzen.

Jeder Mensch, der weiß, was seine Aufgabe ist und der davon begeistert ist, hat das Potential, die Welt auf den Kopf zu stellen! (und wenn’s nur „seine“ Welt ist)

Bsp: Eltern werden

Ein Mensch, der in eine Gemeinde geht, muss wissen, warum er in diese Gemeinde geht: Was die Aufgabe/Auftrag seiner Gemeinde ist. Und er muss davon begeistert sein: „Da bin ich dabei. Dafür setze ich mich ein. Dafür gebe ich alles, was ich einbringen kann.“

Bsp: Kinderbibelwoche ® dafür setzen wir uns ein – machst du mit?

Oft leiden Menschen, die meinen, nichts zu können: Das ist die Lüge des Betrügers: Jeder kann etwas! Vielleicht gibt es Menschen, die können nur eine Sache - und hundert andere können dasselbe – aber diese eine Person hat diesen Auftrag: deshalb ist dieser Mensch für diese Sache die wichtigste Person in der ganzen Gemeinde. Bsp: Blumen gießen. ® Das können viele – aber eine tut es! Weil es ihr Auftrag ist. Alle anderen zählen nicht.

Bsp: Türdienst: Jeder kann das – aber wenn du eingeteilt bist, dann ist es dein Sonntag und du bist der wichtigste Mensch an der Türe: ·  rechtzeitig da sein ·  beten (® um Freundlichkeit, Liebe für jeden Menschen) ·  ein freundliches Wort sagen (z.B. nach Krankheit, Urlaub) ·  nach Gästen schauen

2. Moral

Bsp: Boot: Wenn diese Leute wissen, wohin sie wollen, und wenn sie alle mit rudern, werden sie ohne Probleme ihr Ziel erreichen.

Das ist Moral:

Wir streiten uns nicht um Nebensächlichkeiten. – Was interessiert es, ob das Ruder rot oder blau ist – Hauptsache es rudert!

Wir streiten uns nicht um die Richtung. – Wenn jeder in einer andere Richtung rudert, werden wir nie ankommen. Aber wir wissen, wohin wir wollen – und wir werden ankommen.

Wir geben uns nicht mit anderen Tätigkeiten ab! Denn: Wenn ich einen Auftrag habe, darf ich mich nicht ablenken lassen – schon gar nicht von Sünde!

Ich habe hier meinen Platz, deshalb wechsle ich nicht das Boot. Wenn die Leute alle 100 m das Boot wechseln würden, würden sie nie ankommen, aber wahrscheinlich kentern.

3. Ein klarer Auftrag verhindert Frustration

Auftrag = Aufgabe, die wir von einer übergeordneten Person bekommen haben, Vision, Bild von der Zukunft. ® das gibt die Kraft, durchzuhalten, auch wenn Schwierigkeiten, Rückschläge und Niederlagen kommen.

„Ohne Vision wird ein Volk wild und wüst, aber es blüht auf, wenn es auf die Weisung (Auftrag) des Herrn achtet.“ (Spr 29,18)

Ein Auftrag (Weisung) lässt aufblühen, gibt Kraft und hilft, durchzuhalten.

Wenn ich Menschen frage, was sie wollen, höre ich oft: „Keine Ahnung, weiß ich nicht.“ Welche Kraftlosigkeit! Welche Schwäche!

Ganz anders, wenn jemand sagt: „Ich weiß, wo ich hin will, und ich werde alles dafür tun, dass ich mein Ziel erreiche. Und ich werde es erreichen.“ Kraft, Energie, Begeisterung!

Im Leben gibt es keinen Weg ohne Schlaglöcher, Gegenwind, Umleitungen, Pannen und Staus. Aber wenn wir einen Auftrag haben, werden wir weitergehen.

Bsp: Lincoln

4. Ein klarer Auftrag ermöglicht Konzentration

Der Auftrag zeigt uns, was wir tun – und was wir nicht tun.

Bsp: Gemeinde mit 10.000 Mitgliedern – Liste von 80 Diensten/Aktivitäten. Alle sind gut, richtig, wichtig – und wir könnten alles tun (aber wir haben keine 10.000 Mitglieder).

Beispiele: Männerarbeit, Healing Rooms/Heilungsdienste, Ausländer/Moslems, Obdachlose, Gemeindegründung, Gemeindebibelschule und Lehre, proph. Dienste, Gefängnisarbeit, Geschäftsleute, Israel, Behinderte, Außenmission, Alleinerziehende/Schwangerschaften, Abtreibung, übergemeindlicher Lehrdienst, Homosexuelle, VHS-Kurse, Musik und Kultur, Straßenkinder, Drogen/Alkohol-Therapie, AIDS.

Mein Wunsch: Wir hätten 10.000 Gemeindeglieder und könnten alle diese Dienste tun.

Die Realität: Gott hat uns die Menschen und das Potential gegeben, das hier ist: Das ist viel! Gott hat uns einen Auftrag gegeben. Dieser Auftrag passt genau zu uns – zu dir und mir, zu unserer Gemeinde.

Tatsache ist: Die meisten Gemeinden tun zu viel – sie verzetteln sich -, weil sie nicht den Mut haben, sich auf das zu beschränken, was wirklich ihr Auftrag ist. ® Mitarbeiter werden überfordert und frustriert: man macht alles, aber nichts richtig.

Fast jede Woche kommt jemand zu mir und sagt: Das sollten wir tun / den sollten wir einladen, damit er uns sein Anliegen sagt / den sollten wir unterstützen.

Unser Auftrag wird uns nicht überfordern – aber herausfordern.

Wir dürfen/müssen wissen, was wir tun sollen (im Auftrag Gottes).

... und was wir nicht tun sollen, weil Gott uns dazu nicht beauftragt hat.

Jesus: „Ich bin gekommen für die Kinder Israels.“ ® Er hätte 100 Einladungen in andere Länder bekommen können, um dort zu heilen und Trost/Ermutigung/Weisheit weiterzugeben. Er hat es nicht getan! Er kannte seinen Auftrag: Er hat nicht mehr getan  - und nicht weniger.

 

Was mich betrifft:

In der Gnade Gott werde ich alles dafür tun, dass wir den Auftrag erfüllen, den Gott uns gegeben hat. Ich werde das tun, egal was kommt, egal wer kommt und egal wer geht. Ob unsere Gemeinde auf 10.000 Mitglieder anwächst, oder ob sie sich mit 100 oder 50 Personen durchwurstelt – all das darf und wird uns nicht davon abbringen, unseren Auftrag zu erfüllen. Wir haben eine Berufung in diesem Ort, in unserem Kreis und in unserem Land, und wir werden dieser Berufung gemäß leben und arbeiten. Im Blick auf unseren Herrn und König Jesus und in der Kraft des Heiligen Geistes werden wir treu und zuverlässig, mit Einsatz und Begeisterung, unseren Auftrag erfüllen. Amen.

 

® PP-Präsentation Auftrag

 


Gott gibt einen Auftrag ...

Die Menschen

„Vermehrt euch, füllt die Erde und regiert über sie.“ (1. Mo 1,28)

Noah

„Bau dir ein Schiff aus Holz: 150 m lang, 25 m breit und 15 m hoch.“ (1. Mo 6,14)

Abraham

„Geh in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zu einem großen Volk machen.“ (1. Mo 12,1)

Mose

„Geh zum Pharao und führe die Kinder Israels aus Ägypten.“
(2. Mo 3,11)

Israel

„Ihr sollt ein heiliges Volk sein, das allein mir gehört. Als königliche Priester sollt ihr mir dienen!“ (2. Mo 19,6)

Samuel

„Wenn du gerufen wirst, so sprich: Rede, HERR, denn dein Knecht hört.“ ® Berufung zum Propheten.“ (1. Sam 3,9)

Salomo

„Unter Salomos Herrschaft wird Israel in Ruhe und Frieden leben. Er wird mir einen Tempel bauen.“ (1. Chr 22,10)

Jesaja

„Geh hin und sprich zu meinem Volk!“ (Jes 6,9)

Jesus

„Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben.“ (Joh 10,10)

Petrus

„Du bist Petrus, ein Fels. Auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen.“ (Mt 16,18)

Die Jünger

„Ihr werdet meine Zeugen sein.“ (Apg 1,8)

Die Gemeinde

·       Das Haus, in dem der Geist Gottes wohnt. (Eph 2,22)

·       Das Zeugnis der Wahrheit Gottes. (1. Tim 3,15)

·       Der Leib Christi. (Eph 1,23)

·       Die Braut Christi – mit ihm verbunden. (Eph 5,27)

Gemeinde in Philippi

„Ihr werdet als Gottes vorbildliche Kinder mitten in dieser dunklen Welt wie Sterne in der Nacht leuchten.“ (Phil 2,15)

Gemeinde in Kolossä

Gutes gegen das Böse: „Ihr sollt Gutes tun, ihn immer besser kennen lernen und seine göttliche Kraft erfahren.“ (Kol 1,9-10)

Gemeinde in Smyrna

Aushalten im Leid: „Fürchte dich nicht vor dem Leid, das dir bevorsteht.“ (Offb 2,10)

Gemeinde in Thyatira

Gegen die Irrlehren widerstehen: „Haltet nur unerschütterlich an dem fest, was ihr habt, bis ich wiederkomme.“ (Offb 2,25)