P - Thema: Welches Gottesbild bestimmt mein Leben ?

  • Meine Sicht von Gott, wie ich ihn sehe und von ihm denke, bestimmt mein Leben
  • Trotz offener Bibel und einer christlichen Gemeinde haben viele Menschen ein Zerrbild von ihm
  • Die einen sehen Gott nur als den lieben Gott, großväterlich mit einem Schuß

Altersschwäche, der zur Not 5 gerade sein läßt und mit dem Mann irgendwie am Ende des Lebens schon zurechtkommen wird.

  • Oder aber man erkennt in ihm lediglich den strengen Richter, fordernd

unbeugsam, Furcht einflößend, einen Gott, den man niemals lieben könnte.

  • Beide Vorstellungen über Gott, neigen zu starker Einseitigkeit, denn Gott ist..

Þ Wäre nun die beste Lösung zu sagen: Am besten machen wir uns gar kein Bild von Gott dann neigen wir auch nicht dazu auf der einen oder der anderen Seite des Pferdes hinunterzufallen ( siehe Idea – Artikel 4/2000: Ohne ein bestimmtes Gottesbild im Kopf macht uns das Leben mit Gott weniger Probleme ? )

  • Es ist wichtig, dass wir Gott erkennen. Ihn sehen wie er wirklich ist . Wir

benötigen ein biblisches Gottesbild und nicht irgendwelche Vorstellungen über Gott die wir von Menschen übernommen haben oder eines, das wir uns selbst zurechtgelegt haben.

  • Gott hat sich offenbart. Er hat sich in seinem Wort offenbart. Und vor allem in seinem Sohn Jesus Christus. Joh 1,18: "Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene der Gott ist und in des Vaters Schoß ist,

der hat ihn uns verkündigt."

-Als Philippus, einer seiner Jünger, einmal sagte: "Herr, zeige uns den

Vater, und es genügt uns", antwortete Jesus: "So lange bin ich bei Euch,

und du hast mich nicht erkannt, Philippus ? Wer mich sieht, sieht den Vater

Und wie sagst du: Zeige uns den Vater ?"

- So kann der Apostel Paulus in Kol.2,9 über Christus schreiben: "In ihm, wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig."

 

  • Der eigentliche Gedanke der hinter der Frage steht: "Welches Gottesbild nun mein Leben prägt" steht meist in engem Zusammenhang mit Fragen wie : "Nimmt Gott mich trotz meines ständigen Versagens überhaupt noch an? Bin ich in den Augen Gottes überhaupt noch liebenswert? Gibt es einen Zeitpunkt wo er uns fallen lassen könnte?"
  • Betrachten wir nun miteinander den Umgang Jesu mit seinen Jüngern. Denn:

In dem Verhältnis Jesu zu den Zwölfen sehen wir die Wesensart Gottes und wie er es mit uns meint. Schauen wir uns die Jünger einmal an: Drei Jahre sind sie mit Jesus unterwegs gewesen. In den Stunden vor der Kreuzigung geben sie kein besonders rühmliches Bild ab

- Sie waren uneinsichtig: Als sie unterwegs waren auf der letzten Reise nach Jerusalem, sagte Jesus zu ihnen: Wenn wir nach Jerusalem kommen, wird man mich verhaften, man wird mich kreuzigen und am dritten Tage werde ich auferstehen.

Lk.18:34: " Und sie verstanden nichts von diesen Worten, und diese Rede war vor ihnen verborgen und sie begriffen das gesagte nicht." Jesus scheint in klarem Aramäisch gesprochen zu haben, die Worte sind nicht

kompliziert, lang oder fremd, aber sie begriffen nicht. Uneinsichtig – die, die er drei Jahre gelehrt hatte.

- Egoistisch sind sie obendrein: Lk berichtet wie die Jünger sich beim

Abendmahl stritten, wer von ihnen der größte und beste sei.

  • Überheblich sind sie auch noch : Als Jesus ihnen sagte, was mit ihm passieren würde, fiel ihm Petrus ins Wort: "Wenn sich alle an dir ärgern, ich werde mich niemals ärgern." Und dann in einem Satz, den wir oft überlesen, heißt es: "Ebenso sprachen auch alle Jünger." Überheblich waren sie alle, denn binnen Stunden machten sie sich alle auf und davon."
  • Auch ohne Ausdauer sehen wir sie im Garten Gethsemane, als Jesus sie mitnahm um zu beten .Dreimal schliefen sie ein, statt die letzten Stunden der Angst mit ihm zu teilen.
  • Wenn ich mir die Jünger ansehe, dann scheinen sie nicht besonders weit in der Nachfolge gekommen zu sein.
  • Mal Hand aufs Herz : Wir sind nicht besser als die Jünger. Mit unserer Zunge loben wir Gott den Herrn und im gleichen wünschen wir dem Nachbarn nichts gutes. Wir richten unsere Gedanken auf Gott aus und im gleichen Moment brechen wir gedanklich die Ehe. Obwohl wir wissen das unser Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist trinken wir hier und dann zuviel oder essen besser ausgedrückt, fressen uns voll. Wir geloben Gott mit unserem ganzen Leben zu dienen und verwirklichen hier und da nur unsere eigenen Lebensträume.
  • Die Frage die uns nun hier interessiert: Wie ist Jesus mit seinen Jüngern umgegangen ? Tadelnd, fordernd oder schimpfend ? Wie geht Gott heute mit uns um ?
  1. Jesus kalkuliert unser Versagen mit ein
  2. Der allwissende Sohn Gottes wußte ganz genau, dass seine Jünger ihn verlassen würden. Er wußte, daß Petrus ihn verleugnen würde und das ganze noch mit Flüchen bekräftigt. Jesus sagte ihm das voraus und fügte hinzu: "Wenn du wieder klargekommen bist, dann stärke dein Brüder." Petrus versagte aber Gott gab ihn

nicht auf.

Bitte versteht die gesagten Dinge nicht als Freibrief zum sündigen. Wir neigen alle zur Sünde, und wir fallen auch in Sünde.

Manchmal, wen ich merke, wieder derselben Versuchung nachgegeben zu haben, verliere ich schnell den Mut über mich selbst. Aber wie gut es es zu wissen, dass Jesus uns deshalb nicht fallen läßt.

  • Er betet für uns
  • Im Gespräch mit Petrus sagte er: " Simon, Simon der Satan hat euch begehrt, euch zu sichten wie den Weizen. Ich aber habe für dich gebetet, daß dein Glaube nicht aufhöre."

    Jesus betete für seine Jünger, in einer Situation Stunden vor der Kreuzigung. Petrus hatte gar nicht geahnt dass Satan nach ihm griff, um ihn vom Weg abzubringen. Wir stehen alle in einem geistlichen Kampf. Aber wie gut ist es, auf der Seite des Siegers zu stehen.

     

  • Er nennt uns seine Freunde
  • Joh.15,13: "Größere Liebe hat niemand als die, daß er sein Leben hingibt für seine Freunde."

    Ist das nicht gewaltig, daß der Herr dich und mich seine Freunde nennt ? Der Beweis dafür ist, daß er sein Leben für uns läßt. Er starb für seine Freunde.

    Im Umgang Jesu mit seinen Jüngern entdecken wir das Wesen / Eigenschaften Gottes. Manchmal gibt es Zeiten in unserem Leben, da verzweifeln wir schier an unserer Selbsterkenntnis. Wir gehen in Selbstanklage über, und wenn Satan uns dazu bringen kann, daß wir sagen: "Mit mir ist überhaupt nichts los, ich tauge nichts," dann bemitleiden wir uns selbst und ziehen uns zurück.

    Wir benötigen deshalb ein ausgewogenes und biblisch nüchternes Gottesbild damit wir in diesen Zeiten den Mut, die Hoffnung und die Perspektive nicht verlieren.

    • Schließen mit einem Zitat von Corrie ten Boom: "Das Christenleben beginnt mit Gnade, es muss weitergehen mit Gnade, und es endet in Gnade."
    • Dieses Zitat ist zutiefst biblisch. Johannes bezeugt es als er sagt: "Von

    seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade."