Predigt zum Thema
Beweggründe für unser christliches Handel
Apg. 8, 26-40
- Dartscheibe aufbauen
- Was zeichnet einen "guten" Christen aus??? Frage an die Besucher.
- lügt nicht
- hat vor der Ehe keinen Geschlechtsverkehr
- raucht nicht
- geht jede Woche in den Gottesdienst und in den Hauskreis
- läßt sich nach seiner Bekehrung taufen
- spendet regelmäßig für die Mission
Ich könnte hier noch viele Punkte erwähnen die uns zum Thema "Guter Christ" einfallen würden.
Alle Punkte hier sind an sich gut und für uns alle mehr oder weniger einleuchtend. Über die Punkteverteilung der einzelnen Themen könnten wir notfalls noch reden
Wir könnten jetzt darüber nachdenken was ich von diesen Dingen tue. Was ich nur aus irgendeiner Tradition her tue oder was ich gar nicht mache. Das wäre sicherlich eine interessante Diskussion, welche uns aber in der Sache nicht oder nur kaum weiter bringen würde. Wir sind sehr schnell dabei andere von ihrem Verhalten her zu beurteilen und manchmal vielleicht auch zu verurteilen. Doch die Äußerlichen Sachen die man bei jemandem anderes sieht oder die uns erzählt werden zeigen uns noch lange nicht seine Herzenshaltung.
- Ich möchte hier auf die Ursache meines und unseres Handelns hinaus.
Ich lese aus der Apostelgeschichte 8.26-40.
Ich hätte hier auch ein anderes Beispiel zu einem anderen Thema nehmen können, aber an diesem Text sieht man besonders gut wie dieser Äthiopier zu seinen Schritten im Glauben und zu seinem Gehorsam gekommen ist.
- Was sind die Beweggründe für unsere christlichen Aktivitäten und für all die frommen Dinge die wir so tun? Aber auch genauso, was hält uns von manchen Dingen ab sie zu tun?
V26
. In unserem Text geht es schon mit etwas entscheidendem los. Gott hat mit seinem Jünger, in diesem Fall hier Phillipus etwas vor und was hier ganz wichtig ist. Phillipus gehorcht Gottes rufen. Gott gebraucht Menschen um in seinem Reich hier auf Erden etwas auszurichten. Gott möchte leben in die öde Gegend damals bringen und Gott möchte genauso Leben in unseren manchmal öden Alltag bringen. Er möchte uns dazu gebrauchen, daß andere Menschen in ihrem Leben in der Nachfolge weiterkommen und nicht auf dem Stand von vor 10, 20, oder 30 Jahren stehen bleiben. Jesus erwartet von uns Gehorsam. Nicht umsonst heißt es Gehorsam ist besser als Opfer. Ein Opfer aus dem Überfluß ist leicht gegeben und sieht in der Öffentlichkeit auch gut aus. Man kann das dann auch noch sehr schön verpacken: "ich habe dies oder jenes gemacht" oder "Ich habe für dieses Projekt so und so viel Geld gegeben". Ihr denkt jetzt vielleicht ich übertreibe, aber mir kommt solch ein Auftreten immer wieder in die Quere.
- Gehorsam kann so manches Mal unbequem sein. Kostet vielleicht Zeit, die ich viel lieber mit meiner Familie oder meinem Hobby verbringen würde.
- Wir haben schon viele Predigten über eben diesen Kämmerer gehört. Wie Einflußreich und reich er war, wie viel Geld er für diese Jesaja- Schriftrolle investiert hat, und natürlich auch was er für eine gewaltige Anstrengung auf sich genommen hat um diese lange Reise nach Jerusalem zu machen um dort Gott anzubeten. !!!ERKLÄREN!!!
- Und was fällt uns auf--- der Kämmerer kam mit seinem Glauben oder besser gesagt mit seinem religiösen Streben einfach nicht klar. Er gab sich jede erdenkliche Mühe um Gottes Geboten gerecht zu werden. Mit was für einem Ergebnis???
V.30,31: Der Kämmerer muß sich und auch Philipus gegenüber eingestehen, daß er im Grunde genommen gar nicht versteht was er da ließt. Merkt Ihr, das Auftreten dieses Mannes war echt genial fromm. Er saß auf seinem Wagen, war sicher gut gekleidet, hatte einen Fahrer und vielleicht auch sonst noch Begleitung, laß in einem wahnsinnig teuren Buch, kam gerade aus Jerusalem zurück wo er Gott angebetet hat. Aber--- er verstand nicht was Gott durch sein Wort zu ihm sagen wollte.
- Übertragen wir das einmal in unsere Zeit heute. Ein Mann oder eine Frau kommen Sonntags in den Gottesdienst zu uns oder in irgendeine andere Gemeinde wo Gottes Wort verkündigt wird, der Mann fährt in einem schönen großen, teuren, vielleicht neuen Auto vor, um das ihn viele beneiden, er ließt fleißig in seiner Thomsen Studienbibel mit Goldschnitt und Ledereinband für 200.-.Aber--- er versteht nicht was Gott durch sein Wort zu ihm sagen möchte.
- Kommt mir und dir das nicht irgendwie bekannt vor? Geht es uns in unserem frommen Alltag nicht manchmal auch so? Ist für dich manchmal das waren des frommen Eindruckes nicht auch wichtiger als die EHRLICHE Beziehung zu Gott.
- Wie kann das passieren??? Zwei Dinge möchte ich hier erwähnen die diesem Äthiopier weitergeholfen haben.
- Dieser reiche gut abgesicherte Mann ist so ehrlich zu sich selber, daß er sich eingesteht, daß er ohne die Hilfe eines Anderen nicht weiterkommt in seinem streben nach Gottes Geboten. Er bittet Philipus sich zu ihm zu setzen und ihm weiter zu helfen. Und..
- Er ist offen, ohne Vorbehalt nimmt er das Wort Gottes auf. Und er ist bereit zu einer Veränderung oder besser gesagt zu Schritten im Glauben. Und zwar Schritte nach vorne auf das Ziel zu Jesus Christus zu.
- Der Kämmerer ist von Gott angesprochen. Er hätte auch über irgendwelche Gebote die Jesus gegeben hat diskutieren können. Er hätte eine intellektuelle Diskussion über den Glauben, das für und wider und die vielen Probleme die er mit seiner Schriftrolle hatte führen können. Er hätte auch mit seinem Arbeitgeber und seiner Familie argumentieren können, wie stehe ich denn dann da wenn ich wieder in Ägypten bin und die Leute mitbekommen was ich da gemacht habe. Von der Ausbildung her wäre das für ihn sicher kein Problem gewesen so eine Diskussion zu führen.
- Nein es kommt zu keiner Diskussion, zu keinem abwägen von für und wider. Jesus begegnet diesem Kämmerer. Gott stellt sich durch Phillipus diesem Mann in den Weg.
- Gott wollte in dem Leben des Kämmerers etwas bewirken, Gott möchte in meinem und in deinem Leben etwas bewirken.
- Was ich an diesem Text so interessant finde ist, daß wir eigentlich nicht sehr viel darüber lesen was die Beiden miteinander gesprochen haben und wie lang Philipus bei diesem Mann auf dem Wagen gesessen ist. Und trotzdem hat Philipus bei der Auslegung der Jesajarolle und bei der Weitergabe des Evangeliums sehr viel Wert auf die Taufe gelegt.
- Oder vielleicht hat er die ganze Sache mit der Taufe auch nur so emotional gut verpackt, daß der Kämmerer in einem Überschwang der Gefühle den Wunsch geäußert hat sich taufen zu lassen, was ich allerdings nicht glaube.
- Und dann kommt der entscheidende Punkt heute Vormittag.
Einen Pfeil in die Mitte der Dartscheibe.
Gott verteilt für die Ding die wir tun ganz bestimmt keine Punkte in unserem Sinne. ABER....
- Eine konkrete Begegnung mit Jesus hat immer Folgen in meinem Leben.
- Wenn Jesus das Zentrum in meinem Leben ist hat das Auswirkungen auf mein Leben. Und zwar auf alle Bereich meines Lebens.
- Nicht die ganzen, sicherlich guten Regeln sollen unser Zentrum sein um as sich alles dreht, nein nur wenn Jesus Christus selber das Zentrum in unserem Leben ist können wir ein fruchtbares Leben in der Nachfolge führen.
- Unser Blick darf nie verkrampft auf irgendeine fromme Aktion gerichtet sein. Unser Blick muß auf Jesus Christus selber gerichtet sein. Nur wenn wir die Nähe Jesu suchen wird unsere Jüngerschaft Früchte für uns aber auch für Andere tragen.
- Gott möchte nicht unser krampfhaftes Bemühen nach Einhaltung Irgendwelcher Gebote. Er möchte unser Herz. Und er möchte unser Herz ganz und nicht nur wenn es mir Gefühlsmäßig in den Kram paßt.
- Wenn wir in solch einer Verbindung zu Jesus Christus stehen werden so manche Regeln, Aufforderungen und Gebote aus der Bibel für uns zu einer Selbstverständlichkeit und nicht zu einem Risiko oder zu einem Verlust unseres Gesichtes
.
AMEN!!!