Epheser 2,1-10
Zwei Fragen zum Einstieg
- Was gehört zu einem Christen, um vor Gott recht zu sein?
- Wie würden Sie Ihren Glauben in einem Satz formulieren?
Begriffserklärung Tod:
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leiblicher Tod |
irdisches Leben |
geistlicher Tod |
ewiges Leben |
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organischer Tod |
physisches Leben |
zweiter Tod |
Gemeinschaft m Gott |
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biologischer Tod |
ewiger Tod |
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irdischer Tod |
Getrenntsein v. Gott |
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"Schlaf" |
anderer Tod |
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physischer Tod |
1. Ende des Lebens, in dem alle Organtätigkeit und alles Bewußtsein aufhört, der Atem stillsteht, der Leib erkaltet und zu verwesen beginnt.
- heute Todesfeststellung durch Hirntod, bei Organspende durch zwei unabhängige Ärzte.
- "schlafen" (Stellen suchen)
2. Eine personhaft gesehene gottwidrige Macht, die als Feind des Lebens dieses bedroht, bedrängt und zerstört, den Menschen überwältigt und aus allen Lebensbeziehungen herausreißt.
D.h. den Zustand des Getrenntseins von Gott. Dieser Todesbegriff hat in der Bibel höhere Bedeutung als der erstgenannte.
Biblische Beispiele:
-> Luk. 22,44: Und es kam, daß er mit dem Tode rang und betete heftiger. Es
ward aber sein Schweiß wie Blutstropfen, die fielen auf die Erde.
Römer 6,16: Wisset ihr nicht: welchem ihr euch begebet zu Knechten in
Gehorsam, des Knechte seid ihr, dem ihr gehorsam seid, es sei der
Sünde zum Tode oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit?
-> Römer 8,6: Aber fleischlich gesinnt sein ist der Tod, und geistlich
gesinnt sein ist Leben und Friede.
-> 1. Korinther 15,56: Aber der Stachel des Todes ist die Sünde; die Kraft aber der
Sünde ist das Gesetz.
Jak. 1,15: Darnach, wenn die Lust empfangen hat, gebiert sie die Sünde;
die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert sie den Tod.
Hebr. 2,14.15: Nachdem nun die Kinder Fleisch und Blut haben, ist er dessen
gleichermaßen teilhaftig geworden, auf daß er durch den Tod die
Macht nehme dem, der des Todes Gewalt hatte, das ist dem Teufel,
und erlöste die, so durch Furcht des Todes im ganzen Leben
Knechte sein mußten.
-> Offb. 20,12ff: Und ich sah die Toten, beide, groß und klein, stehen vor
Gott, und Bücher wurden aufgetan. Und ein anderes Buch ward
aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden
gerichtet nach der Schrift in den Büchern, nach ihren Werken.
13 Und das Meer gab die Toten, die darin waren, und der Tod und
die Hölle gaben die Toten, die darin waren; und sie wurden
gerichtet, ein jeglicher nach seinen Werken.
14 Und der Tod und die Hölle wurden geworfen in den feurigen
Pfuhl. das ist der andere Tod.
15 Und so jemand nicht ward gefunden geschrieben in dem Buch
des Lebens, der ward geworfen in den feurigen Pfuhl.
Beide Bereiche können sich überschneiden:
Der zweite Tod (auch geistlicher Tod) steht dem ewigen Leben gegenüber. Ewiges Leben beginnt bereits hier auf der Erde.
Besonderheit: im organisch Lebenden Zustand können Menschen, die geistlich tot sind, zum ewige Leben gelangen und umgekehrt. Nach dem biologischen Tod ist dies nicht mehr möglich. D.h. in letzter Konsequenz, daß der Mensch zu Lebzeiten festlegt, wie er sein Leben nach dem Tod zubringen wird.
Wechsel vom geistlichen Tod in das ewige Leben bedeutet, sich einem Herrschaftswechsel zu unterzeihen.
Kennzeichen des geistlichen Todes
In den Lüsten des Fleisches leben (V. 3)
Gal 5, 19-21 nach der Guten Nachricht: Jeder kann sehen, wozu menschlicher Eigenwille führt. Seine Auswirkungen sind Unzucht, Verdorbenheit und Ausschweifungen, Götzendienst und Zauberei, Streit Gehässigkeit, Geltungsdrang, Jähzorn, Niedertracht, Uneinigkeit und Spaltungen, Neid, Trunksucht, Orgien und so fort. Ich warne euch, wie ich es schon früher getan habe: Wer solche Dinge tut, für den ist kein Platz in Gottes neuer Welt.
Wie sieht dies in der Praxis aus:
Übertretungen und Sünden sind Alltag
Unter der Herrschaft einer gottfeindlichen Macht sein.
(Ohne Gemeinschaft mit Gott sein)
Getrenntsein von Gott
Kinder des Unglaubens und des Zorns von Natur aus
jeder gehört von Natur aus dazu (gleichwie auch die anderen), d.h. zunächst einmal gehört man ohne jegliches Dazutun diesem Herrschaftsbereich an.
Folge des Todes
Offb. 20,12 ff
Klingt sehr hat, ist es auch, für mich oft unverständlich
Aber: Die Situation ist so. Ich kann daran nichts ändern. Aber ich kann das beste daraus machen.
Bsp.: Eine üble Situation, an der ich nichts ändern kann. Ich kann entweder die Situation bejammern und in Selbstmitleid versinken, oder ich versuche, aus der gegebenen Situation das beste zu machen.
Die Situation bgzl. geistlichem Tod ist so. Aber es muß nicht so bleiben. Ich kann etwas daran ändern (VV. 4-10)
Bsp. Bergleute
tot für die Außenwelt
keine Verbindung mit der Gesellschaft
keine Kraft und möglichkeit, um an die Außenwelt zu kommen
Hilfe von außen ist für die Rettung unerläßlich
Die einzige Chance auf Rettung für die Bergleute ist die Hilfe von außen!
Rettung aus Gnade, ohne Verdienst. Wenn die Bergleute ihr ganzes Vermögen hergegeben hätten, wären sie dadurch auch nicht gerettet worden.
Christus macht uns lebendig (V.5), bietet uns eine Möglichkeit an, den Herrschaftsbereich zu wechseln. Dort kann ich an meiner Situation etwas ändern. Es ist meine freie Entscheidung, wer über mein Leben herrschen soll. Die Bibel bezeichnet diesen Wechsel als Wechsel vom geistlichen Tod ins ewige Leben.
Ewiges Leben beginnt bereits auf dieser Erde und findet auch nach dem physischen Tod seine Fortsetzung. Verwirrung kommt nur auf, weil die Begriffe Tod und Leben in doppeltem Sinne gebraucht werden.
Wichtig ist jedoch: Nur zu irdischen Lebzeiten kann der Wechsel zwischen geistlichem Tod und ewigem Leben erfolgen. Nach dem leiblichen Tod ist dies nicht mehr möglich. Konsequenz: Ich entscheide zu Lebzeiten, unter welchem Herrschaftsbereich ich nach dem physischen Tod bin. Beide Bereiche sind zeitlich unbegrenzt.
Wie erfolgt der Herrschaftswechsel?
Gott hat uns erwählt
Jesus hat uns durch sein Blut erkauft
Hl. Geist half uns, zu glauben
Was kann ich dazu beitragen?
- Glaube an Jesus Christus (ihn in meinem Leben als Herrn anerkennen) (V.8)
- Der Rest ist Geschenk Gottes (Bsp. Begnadigung)
- Die Bibel nennt uns auch noch einen anderen Weg, in die Gemeinschaft mit Gott zu kommen: Die Erfüllung des Gesetzes. Zu beachten dabei ist allerdings, daß jede Kleinigkeit des Gesetzes erfüllt werden muß (Gal.5,3, Jak. 2,10: Denn so jemand das ganze Gesetz hält und sündigt an einem, der ist's ganz schuldig.). Das Übertreten auch nur eines Gebotes verwirkt die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt. Können wir das aus eigener Kraft schaffen? Bislang ist's nur einem gelungen: Christus.
Aus Gnade - nicht aus den Werken, auf daß sich nicht jemand rühme: so einfach und doch so schwierig zugleich: Wer nimmt denn schon gerne ein Geschenk an, bei dem er das nicht "wieder gutmachen" kann.
Bsp. Sie stehen in einer sehr schwierigen finanziellen Situation. Ein Gast kommt zu Besuch, im Gespräch kommen Sie auf ihre Situation zu sprechen. Am Ausgang überläßt er Ihnen einen Scheck mit hunderttausend Mark: zur freien Verfügung.
So was kann man doch nicht annehmen - Das ist unser Problem. Wenn wir eine Leistung oder einen Geldbetrag für etwas erbringen können, fällt uns die Annahme leichter. Wir wollen lieber unsere Rettung durch gute Werke verdienen. Ist nicht. Auch Werkgerechtigkeit ist tot.
Nicht Waagschalenprinzip wie im Islam, sondern alles oder nichts.
Eingangsfrage: Gerecht vor Gott macht mich nur der Glaube, die Gnade
Aus eigener Kraft können wir uns nicht retten!
So wie die Bergleute schwach wurden, weil sie mehrere Tage ohne Nahrung, ohne Tageslicht, ohne Hoffnung waren, so werden auch wir schwach, wenn wir im Dunkel Satans gefangen sind. Niemand würde uns hören, wenn wir rufen.
Wie sieht das Leben unter der neuen Herrschaft aus?
Wir leben in der Gemeinschaft mit Gott.
Gott setzt uns als seine Kinder ein.
Jesus offenbart uns seinen Willen.
Hl. Geist versiegelt uns als Gottes Eigentum.
Wir können sündigen, müssen aber nicht mehr (Vorher: Leben unter der Herrschaft der Sünde, V. 1.5). Nicht weil wir so stark sind, sondern weil durch die Gemeinschaft mit Gott Jesus uns die Kraft schenkt, nicht mehr sündigen zu müssen. D.h. durch die Inanspruchnahme der Kraft Gottes können wir auch "nein" zur Sünde sagen. D.h. nicht, daß wir jetzt vollkommene Menschen wären, aber daß die Sünde nicht mehr die Herrschaft über uns besitzt, keine Macht mehr über uns hat.
Bsp. Hunde: Der gewinnt, den man besser nährt.
Als die Bergleute gerettet waren waren sie sicherlich ihren Rettern gegenüber sehr dankbar und haben ihr Leben bewußt gelebt, das ihnen nochmals gegeben wurde.
So auch für uns Christen: Gott rettet uns vor dem ewigen, dem zweiten Tod. Ein Leben mit Jesus möchte daher auch ein Leben aus der Dankbarkeit für Jesu Rettung sein. Ein Leben nach den Geboten Gottes soll daher kein zwanghaftes Leben sein. Wer eine andere Person wirklich liebt, ist auch mal bereit, Dinge zu tun, die dieser Person gefallen.
Das geistliche Leben hat laut Bibel folgende Auswirkungen: Gal. 5,22: "Der Geist Gottes dagegen läßt eine Fülle von Gutem wachsen: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Demut und Selbstbeherrschung. Wer so lebt, den kann das Gesetz nicht verurteilen."
Zukunft:
Unumstößlich
Wir sind Erben Jesu und Eigentum Gottes