Die Bedeutung der Liebe in der Gemeinde. Frage: Wo kommt die Liebe her? ® Alle Liebe kommt von Gott, denn: „Gott ist Liebe“ (1. Joh. 4,8)
® Die Liebe des Vaters muss in uns groß werden!
L 1. Joh. 3,1-2: Seht, welch eine Liebe uns der Vater gegeben hat, dass wir Kinder Gottes heißen sollen! Und wir sind es. Deswegen erkennt uns die Welt nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat. Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, dass wir, wenn es offenbar werden wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist.
oder:
Seht doch, wie groß die Liebe ist, die der Vater uns schenkt! Denn wir dürfen uns nicht nur seine Kinder nennen, sondern wir sind es wirklich. Als seine Kinder sind wir Fremde für diese Welt, weil Gott für sie ein Fremder ist. Meine Lieben! Wenn wir schon jetzt Kinder Gottes sind, was werden wir erst sein, wenn Christus wiederkommt! Dann werden wir ihm ähnlich sein und ihn sehen, wie er wirklich ist.
Gott möchte, dass wir seine Liebe sehen, glauben, annehmen... - denn: Liebe kann man übersehen!
Hast du schon erfahren, dass Menschen deine Liebe/Sympathie nicht gesehen haben (nicht sehen wollten)? Bsp: Teenies, Beziehungen, Eltern-Kind ® die schmerzhaftesten Erfahrungen im Leben!
Gott geht es genauso: er liebt uns – und es tut ihm weh, wenn wir es übersehen (wollen). Er empfindet unsere Ablehnung – und unsere Sehnsucht nach Liebe!
Gott liebt sein Volk – Maleachi: „Ich habe euch lieb, spricht der Herr!“ (zu Israel und zu uns!) ® Antwort des Volkes: „Woran sehen wir, dass du uns lieb hast?“ ® sie wollen die Liebe des Vaters nicht sehen.
Bsp: Hosea (Buch „Die Liebe ist stark“): Der Herr sprach zu mir: "Obwohl deine Frau deine Liebe nicht erwidert hat, sondern ständig die Ehe bricht, sollst du sie wieder bei dir aufnehmen und sie lieb haben. Denn auch ich liebe die Israeliten, obwohl sie anderen Göttern nachlaufen und deren Opfermahlzeiten essen." Hos. 3,1
Gott liebt uns, und er möchte, dass diese Liebe erwidert wird. Deshalb gibt er uns ein Bild: Kind
Gott nennt uns Kinder – und er nennt sich: unser Vater! ((In diesem Bild ist Vater und Mutter enthalten! – Gott sagte bei der Erschaffung des Menschen: „zum Bilde Gottes schuf er sie und er schuf sie als Mann und Frau“ – d.h.: Gott ist Vater und Mutter gleichzeitig! ® ich gebrauche trotzdem den Begriff „Vater“)
Aber: Woran denken, wir, wenn wir Vater hören? ® Jeder denkt etwas anderes – und jeder denkt an die Person mit der Vater-/Mutterrolle in seinem Leben!
Hier liegen Welten zwischen unseren Vorstellungen: einer denkt an seinen guten, liebevollen, schützenden Vater - ein anderer an seinen lieblosen, harten, verletzenden Vater.
Aber wenn Gott Vater sagt, dann meint er einen guten, sehr guten Vater! So wie:
· Liebe: nicht die „Liebe“, die man auf der Straße für 50 € von einer Prostituierten kaufen kann!
· Haus Gottes (= Gemeinde): nicht die verfallene Bruchbude, die in einem verlassenen Industriegelände steht
· Vater: nicht den Alkoholiker, der seine Kinder jede Nacht im Suff schlägt – und nicht den Manager, dem die Kinder wertlos sind verglichen mit seinem Beruf!
In unserer Welt kann alles Gute ins Schlechte verkehrt werden – wenn Gott sagt, er ist unser Vater, dann ist er ein guter Vater! – und er gibt uns dieses Bild des Vaters. Stell dir vor:
Den Vater, ... der mit seinen kleinen Kindern am Abend auf dem Boden Lego spielt
... der sie beim Gewitter in den Arm nimmt und tröstet
... der ihnen zeigt, wie man Fahrrad fährt und der ihnen später auch sein Auto ausleiht
Warum kommen wir als Säuglinge zur Welt, völlig abhängig und hilflos? ® Damit wir die Familie als einen Ort erleben, wo wir in Liebe aufwachsen, versorgt, beschützt, gefördert, verstanden und geliebt werden. Dadurch gewinnt ein Kind Sicherheit, erkennt, dass es wertvoll ist und kann sich entfalten. ® Dann wäre unsere Vorstellung vom Vater im Himmel eine gute Vorstellung!
Was aber ist, wenn du nie so eine Familie erlebt hast, wenn du nie richtig geliebt und angenommen warst?
Floyd McClung: Eine Generation voller Verletzungen sucht sich mühsam einen Weg durch die Jahre der Jugend, um dann den eigenen Kindern nur wieder die gleichen Schmerzen zuzufügen. Und dieser Prozeß setzt sich fort von einer Generation zur anderen. Ist denn niemand da, der uns trösten kann? Wer wird sich unser als ein Vater annehmen? Wessen Arme sind groß genug für all die im Stich gelassenen Kinder? Wer weint über unsere Schmerzen? Wer wird uns in unserer Einsamkeit trösten? Nur ein Vater, der sich gebrochenen Herzens nach uns ausstreckt. Und dann wird er von den Kindern, die er liebt, abgewiesen.
Beim Vater im Himmel ist auch Heilung für unsere Verletzungen, Enttäuschungen, Mangel. Er will und wird dir das geben, was dir von deinen Eltern gefehlt hat! Beim Vater im Himmel ist kein Mangel – im Gegenteil: er kann dir das geben, was dir die besten Eltern/Familie nicht geben kann! Heilung: Frei werden vom Zweifel an der Liebe unseres Vaters im Himmel
Für die „härteren“ Zuhörer ohne Bedürfnis nach der Liebe des Vaters: Manchmal fühlen wir uns stark und unabhängig – aber dann kommt plötzlich eine Situation, wo es uns den Boden unter den Füßen wegzieht! Bsp: Krebsdiagnose - Wieviele Menschen bekommen irgendwann die Diagnose: „Wahrscheinlich Krebs“. Plötzlich sind wir so schwach und hilflos – und dann kommt diese Sehnsucht nach dem Vater/Mutter, der alles gut macht! Diese Sehnsucht ist tief in uns angelegt, weil Gott uns so geschaffen hat. Wenn wir dann den Vater im Himmel kennen und in seine Arme kommen können, dann sind wir wirklich seine Kinder.
Erfahrungen: Krankheit, Tod – wo ist/war Gott?
Gott ist da – du bist nicht alleine, er hat dich nicht im Stich gelassen!
Er antwortet, wenn wir rufen:
„Vater, ich bin so alleine!“ – Gott ist da!
„Vater, ich habe keine Kraft, hilf mir!“ – Gott ist da und hilft.
Je bedürftiger wir sind, desto mehr erleben wir die Hilfe und die Liebe Gottes („Gott ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind.“ Ps. 34,19)
Wenn wir stark und unabhängig sind, stehen wir uns selbst im Weg – im Weg, der zum Vater führt. Wir sehen seine Nähe oft nicht. Bsp: Die Verbrecher am Kreuz – was sehen sie am mittleren Kreuz? Einen zerschlagenen, blutenden, hilflosen, sterbenden Menschen. Wo ist Gott? Der Starke verspottet Jesus. ® Der Schwache erkennt ihn: Das ist Gottes Sohn – das ist Gott!
Unsere Wohnungen sind voll mit wertvollen, zerbrechlichen Gegenständen: Geschirr, Lampe, Handy, Telefon, Bilder...
Als wir Kinder waren, haben wir den Wert dieser Gegenstände nicht erkannt, und konnten nicht damit umgehen – und wurden immer ermahnt: „Pass auf, fass das nicht an...“
Was lernen wir unbewusst?: Dinge sind wichtiger als ich - ich bin weniger wert.
Gott hat andere Wertmaßstäbe – für ihn bist du unendlich viel mehr wert als alle Gegenstände dieser Welt!
Jesus starb für dich, um dich zu retten, zu gewinnen... Alle Schönheit dieser Welt hat er gemacht, damit wir uns daran freuen: Bevölkert die Erde, und nehmt sie in Besitz! Ihr sollt Macht haben über alle Tiere: über die Fische, die Vögel und alle anderen Tiere auf der Erde! 1.Mose 1, 28
Viele Menschen können nicht glauben, dass der Vater im Himmel sie lieb hat – solange sie selbst Fehler haben. Bsp: „Es ist wunderbar, dass Gott uns liebt und dass Jesus für uns gestorben ist – das ist gut für andere. Aber ist bin es nicht wert und will das Geschenk des ewigen Lebens nicht annehmen.“ Woran liegt das?
Viele unserer Eltern haben uns vermittelt: „Wenn du ungehorsam bist, dann habe ich dich nicht lieb!“
(Und was vermitteln wir unseren Kindern?)
Viele Kinder haben nur selten Liebe, Zuneigung, Wärme, Annahme, Mitleid... gespürt. Viele Menschen sind der Meinung: „Ich bin es nicht wert, dass ich Liebe (von Gott) bekomme.“
Aber tief in uns ist eine unendliche Sehnsucht nach Liebe – weil wir ohne Liebe eingehen, krank werden, uns kaputt machen, sterben.
Bsp: Homosexualität. Zwei alte Männer in einem kleinen Dorf bei Wuppertal. Seit 20 Jahren leben sie zusammen, sind ein Paar! Jetzt haben sie geheiratet. Jetzt haben sie gemeinsam einen Platz im Altersheim beantragt. ® Sehen wir die Sehnsucht nach Liebe in diesen Menschen? Ich kann sie nicht verurteilen, aber es tut mir weh, wo überall Menschen sich Liebe suchen, weil sie die Liebe des Vaters nicht kennen.
Der Vater hat dich lieb – trotz aller Sünde und Fehler! Jesus weint über Jerusalem, obwohl so viel Sünde und Unmenschlichkeit dort war. Er starb für uns, als wir noch seine Feinde waren – wie viel mehr liebt es uns jetzt, wo wir seine Kinder sind.
Jesus lässt sich taufen – da kommt eine Stimme aus dem Himmel: "Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Freude habe! Ihn habe ich erwählt." ® Jesus hat davor keinen Dienst getan, kein Wunder...
® Liebe ohne Leistung!
Viele Menschen können Gott nicht Vater nennen, weil sie ihn nicht kennen.
Es ist ein Unterschied, etwas über Gott zu wissen – oder ihn zu kennen und sein Kind zu sein.
Wie wird man ein Kind Gottes?: Die ihn aber aufnahmen und an ihn glaubten, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu sein. Joh. 1, 12
Gott hat fast alles getan – aber zwei Dinge musst du tun, um sein Kind zu werden:
1. An ihn glauben – das heißt: an den Vater, der Schöpfer von Himmel und Erde, an Jesus, seinen Sohn, der am Kreuz starb, um die Strafe für unsere Sünden auf sich zu nehmen, und an den Heiligen Geist, der in unsere Herzen kommt und uns die Beziehung zu Gott möglich macht.
2. Ihn aufnehmen – das heißt: Ich bleibe nicht dabei, von und über Gott zu wissen, sondern ich beginne, persönlich mit Gott zu reden, zu beten, ihm meine Sünden zu bekennen, und lade Jesus ein, Herr über mein Leben zu werden.
Wenn du das noch nicht getan hast: Gott lädt dich jetzt dazu ein, denn er liebt dich und wartet auf dich.
Die Liebe des Vaters ist unendlich und wir können nie genug davon bekommen!
Bete darum, dass die Liebe des Vaters dich mehr und mehr erfüllt.