Ostergottesdienst

Ostersträuße und Osterbrot einsammeln

Wunderkerzen verteilen

· "Einzug" mit Musik "Ja heute feiern wir"

· Begrüßung: Heute ist ein Fest! Wir feiern Ostern. Aber was feiern wir eigentlich? Dazu wollen wir uns nochmal bewußt machen:
- Wir kommen von Karfreitag her
- Was ist passiert?
Jesus hatte immer mehr Feinde, je länger er lebte. Besonders die "großen", mächtigen Leute, die mochten ihn überhaupt nicht. Sie wollten ihn unbedingt loshaben. Sie waren so schrecklich, daß sie einen gemeinen Plan ausmachten: "Wir bringen ihn um!"
Einer der Jünger hat ihnen dabei geholfen. Judas. Warum?
Er wollte, daß Jesus endlich seine Macht zeigt. Judas wußte, das Jesus stark ist und daß er alle Soldaten der Römmer in die Tasche stecken kann (Engel, Wunder...). Ungeduld!
Auch er hatte einen Plan: "Wenn sie Schriftgelehrten und die Soldaten ihn gefangennehmen, dann muß er sich wehren. Dann muß er ihnen endlich zeigen, was er kann. Dann macht er sie fertig."
Nachts kamen sie. Mit Soldaten. Mit Schwerten und Stöcken. Jetzt ging es los, zum großen Kampf!!!
Aber es kam ganz anders. Jesus wehrte sich nicht (keine Engel, Wunder...), nicht: vor Pilatus, Auspeitschen, am Kreuz. Jesus wehrte sich nicht!
Der schöne Plan von Judas hat nicht funktioniert.
"Er wurde mißhandelt, aber er trug es, ohne zu klagen. Wie ein Lamm, wenn es zum Schlachten geführt wird, wie ein Schaf, wenn es geschoren wird, duldete er alles schweigend, ohne zu klagen." (Jes 53,7)

· Lied "Er ist der Erlöser"

· Predigt Teil I
Jesus wurde am Karfreitag gekreuzigt. Jetzt ist er weg. Nicht mehr zu sehen. Er sagt nichts mehr, er tut nichts mehr. Seine Freunde, seine Anhänger, sein Jünger sind alleine. Einsam. Verlassen. Aber wo ist Jesus?
Jesus selbst gibt uns ein Bild dafür, ein ganz interessantes Bild an einer Stelle, wo wir es gar nicht erwarten:
An einem Tag, als Jesus noch lebte, sagen die Schriftgelehrten zu ihm: "Gib uns ein Zeichen, damit wir glauben, daß du wirklich der Messias bist."
Eigentlich eine unverschämte, sogar eine dumme Forderung, denn die Schriftgelehrten sehen ein Zeichen nach dem andern: Gelähmte gehen, Aussätzige werden gesund, Blinde können sehen, sogar Tote stehen auf.
Jesus sagt: "Diese böse Generation, die von Gott nichts wissen will, verlangt einen Beweis, aber es wird ihr keiner gegeben werden - ausgenommen das Zeichen des ..."
Ich sage jetzt nicht, von welchem Zeichen Jesus spricht, und wer es weiß, soll es auch nicht sagen. Jeder von uns kennt es. Jesus sagt: "So ähnlich, wie es mir gehen wird, ist es schon einmal einem Mann gegangen."

· Erzählung von Jona

· Predigt Teil II:
Jetzt ist er weg, der Jona. Ins Meer geworfen haben sie ihn. Meer war früher ein Zeichen für "Tod". Da die meisten Menschen nicht schwimmen konnten: wer ins Meer fiel, war tot. Jona auch.
Und dann hat ihn auch noch ein Wal gefressen. Jetzt ist er weg, so wie Jesus weg war. Niemand sah ihn mehr, den Jona. Schad drum.
Aber die Geschichte ist nicht aus. Nach 3 Tagen, heißt es in der Bibel: "Da befahl der HERR dem Fisch, ans Ufer zu schwimmen und Jona wieder auszuspucken." Gott läßt Jona nicht im Meer und auch nicht im Bauch des Walfischs.
Kindermärchen: Es kommt nur ein Wal in Frage. 1. Ein Mensch stirbt im Bauch eines Wals. 2. Im Mittelmeer gibt es keine Wale.
Aber: Gott kann alles! Im Mittelmeer gab es früher Potwale. Potwale (20 m lang) tun nie einem Menschen etwas zuleide, wenn er nicht angreift. Aber sie nehmen junge oder kranke Wale in den Mund, um sie zu retten. (Mundraum: 3m lang, 2m hoch. Da kann ein Mensch einige Zeit leben. Zwar ein Wunder, aber möglich.

Jona war also wieder da, nach 3 Tagen. Gott hat ihn aus dem Meer (Tod) wieder gerettet. Aber Jesus? Bleibt Jesus im Grab, bleibt er tot?


Requisiten stellen

· Stück "Die Frauen am Grab"

· Geige "Christ ist erstanden"

· Lied Kinder "Freuet euch, das Grab ist leer"

Freuet euch: so die Kinder, so die Bibel! Der Mensch der Bibel hat seine Freude ausgedrückt, gezeigt. Das wollen wir heute auch machen:
"Feiert Jesus" und Wunderkerzen

Wunderkerzen anzünden

· Wunderkerzen und Lied "Feiert Jesus"

Wunderkerzen einsammeln

Gruppen bilden

Osterbrot verteilen

· Osterbrot essen

Teller einsammeln

· Lied "Der König lebt"

· 5 Statements "Warum ist es so wichtig, daß Jesus auferstanden ist?"

· Predigt Teil III: Warum ist die Auferstehung Jesus so wichtig?
Johannes erzählt, daß Maria nach der Begegnung mit dem Engel auch dem auferstandenen Jesus selbst im Grab begegnet ist:
1 Am Tag nach dem Sabbat kam Maria aus Magdala in aller Frühe zum Grab, als es noch dunkel war. Sie sah, daß der Stein vom Eingang des Grabes entfernt war.

11 Maria stand noch draußen vor dem Grab und weinte. Dabei beugte sie sich vor und schaute hinein.

12 Da sah sie zwei weißgekleidete Engel*. Sie saßen an der Stelle, wo Jesus gelegen hatte, einer am Kopfende und einer am Fußende.

13 »Frau, warum weinst du?« fragten die Engel.

Maria antwortete: »Sie haben meinen Herrn fortgetragen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben!«

14 Als sie sich umdrehte, sah sie Jesus dastehen. Aber sie wußte nicht, daß es Jesus war.

15 Er fragte sie: »Frau, warum weinst du? Wen suchst du?«

Sie dachte, er sei der Gärtner, und sagte zu ihm: »Herr, wenn du ihn fortgenommen hast, dann sag mir, wo du ihn hingelegt hast. Ich will hingehen und ihn holen.«

16 »Maria!« sagte Jesus zu ihr.

Sie wandte sich ihm zu und sagte: »Rabbuni*!« Das ist hebräisch* und heißt: Mein Lehrer!

17 Jesus sagte zu ihr: »Halte mich nicht fest! Ich bin noch nicht zum Vater zurückgekehrt. Aber geh zu meinen Brüdern und sag ihnen von mir: 'Ich kehre zurück zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.'«


1. Der auferstandene Jesus nimmt den Tod weg

"Sie sah, daß der Stein vom Eingang des Grabes entfernt war."
"Stein weg" war nicht nur praktisch.
Juden: Stein = tot, leblos
Vor einem Grab war ein großer Stein = der Tod ist besiegelt

Auf jüdischen Gräbern liegen Steine (bei uns Blumen)

"Stein weg" = der Tod ist weggenommen, besiegt. Der Tod hält den Menschen nicht mehr im Grab.
Matthäus: Kreuzigung -> Erdbeben, "Die Erde bebte, Felsen spalteten sich, und Gräber brachen auf. Viele Tote aus dem Volk Gottes wurden auferweckt und verließen ihre Gräber."

Grabhöhlen, Steinplatten fallen weg, Gebeine fallen heraus.

2. Der auferstandene Jesus nimmt die Dunkelheit weg

"Maria kam zum Grab, als es noch dunkel war"

Warum ist das wichtig? Ohne Jesus ist es dunkel. Als Maria Jesus begegnet, wird es hell. Da kommt das Licht in die Dunkelheit = neues Leben, ein neuer Tag.

Deshalb fängt bei uns Christen der Tag am Morgen an. (Bei den Juden am Abend), bei uns am Morgen, weil Jesus am Morgen auferstanden ist.


3. Der auferstandene Jesus öffnet uns die Augen, damit wir Gott erkennen

Maria sieht Jesus und denkt, das ist der Gärtner. Sie erkennt ihn von sich aus nicht. Jesus muß sie ansprechen: "Maria": er öffnet ihr die Augen. Jetzt erkennt sie, daß es Jesus ist, Gottes Sohn.

Den Jüngern geht es genauso, als sie ihn zum ersten Mal sehen.

Jesus hilft uns, damit wir Ihn selbst erkennen und Gott.

4. Der auferstandene Jesus nimmt unsere Unsicherheit weg

Jesus sagt: "Maria". Was heißt das? -> "Du Unsichere". Maria ist unsicher.

Sie steht am Grab in der Dunkelheit: Was soll ich tun? Wofür lebe ich? Wo ist Jesus? Wo ist Gott?

Jesus nimmt ihre/unsere Unsicherheit weg!

Bsp: Tod eines Geschäftsmannes in Düsseldorf, Beerdigung von Menschen, die nichts glauben.

5. Der auferstandene Jesus nimmt uns an - trotz unserer Unvollkommenheit

Maria aus Magdala war eine Hure, eine Sünderin. Der erste Mensch, dem Jesus erscheint, war eine Sünderin!

Doch Jesus hat sie lieb, so wie sie ist: "Du bist wichtig, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, Maria, ..., du bist mein."

6. Der auferstandene Jesus sendet uns

Jesus sagt: "Geh, erzähle es den anderen"

Wenn Jesus in unser Leben kommt, dann sendet er auch uns, es weiterzuerzählen.

Egal, ob wir klein sind oder groß: erzähle es weiter, daß Jesus lebt. Er ist Gott, Gott ist hier! Er hat uns lieb!

7. Der auferstandene Jesus wirkt in Kraft

Als Jesus lebte, tat er Zeichen und Wunder, um seine Macht und Kraft zu zeigen: Heilungen, Wunder, Tote auferwecken.

Das hat sich nicht geändert: Jesus wirkt auch heute noch in Kraft. Mit Jesus leben heißt immer auch, in seiner Kraft zu leben. Wir dürfen erwarten und erleben, daß er auch heute Wunder tut!

 

· Gebet

· Lied "Wahrlich, er lebt"

· Lied "Es ist vollbracht"

 

 

Gespräch der Frauen am Grab

S: Maria, hast du auch Öl gekauft?

M: Ja, natürlich. Wir müssen ihn waschen. Oh, schrecklich, wenn ich daran denke, wie er aussieht.

S: Wie sie ihn zugerichtet haben: 39 Schläge mit der Peitsche. Dann die Dornenkrone. Und die Nägel durch die Hände und Füße. Überall Blut.

M: Hör auf! Ich bin schon wieder die ganze Nacht wachgelegen. Ich kann das Bild nicht vergessen, wie er am Kreuz hing und starb.

S: So viele Stunden lang. Ich habe noch nie etwas Schlimmeres erlebt.

M: Schlimm genug was war. Aber was kommt jetzt? Wir waschen ihn, wir salben ihn, und dann? Ich bin allein. Seit 2 Jahren folge ich ihm nach. Und jetzt ist er plötzlich weg. Was soll ich noch anfangen mit meinem Leben?

S: Seit 2 Jahren sind wir alle zusammen: der Herr, die 12 Jünger und wir Frauen. Und jetzt? Jetzt ist der Herr tot, die Jünger sind alle verschwunden und wir sind allein. Was hat das Leben noch für einen Sinn.

M: Er hat mir geholfen, er hat Wunder getan, die niemand tun konnte. 7 Geister hat er bei mir ausgetrieben. Aber jetzt ist er weg. Ich habe Angst, daß die Macht der Geister wiederkommt, und dann kann mir niemand mehr helfen. Niemand!

S: Er hat uns geholfen. Er war da für uns. Was haben wir für ihn getan? Viel zu wenig! Ich habe immer nur an mich gedacht: wo Er mir helfen kann, was ich brauche. Jetzt ist er tot. Laß uns wenigstens jetzt etwas für ihn tun! Komm zum Grab.

M: Was tun wir, wenn das Grab bewacht ist? Was tun wir mit dem schweren Stein, der davor gewälzt wurde? Hast du dir das überlegt?

S: Nein, daran habe ich noch nicht gedacht. Wir hätten doch die Jünger fragen sollen, ob sie mitgehen.

M: Jetzt gehen wir hin, dann sehen wir weiter.

((Sie gehen schweigend zum Grab. Doch der Stein ist weg und das Grab ist offen.))

M: Das Grab! Es ist offen!!! Wer war das?

S: Es ist leer! Sie haben Ihn geraubt!

M: Wer? Wer hat ihn geraubt?

S: Nicht einmal im Tod lassen sie ihn in Ruhe.

M: Er ist weg! Sie haben ihn getötet, und seinen Leichnam haben sie auch noch genommen. Das einzige, was ich noch von Ihm habe. Jetzt kann ich nicht einmal sein Grab besuchen. Alles ist mir genommen!

((Sie weinen beide))

((Sie drehen sich um und sehen plötzlich einen Engel, der hinter ihnen steht. Sie erschrecken sehr!))

Engel: Habt keine Angst! Ihr sucht Jesus aus Nazareth, der ans Kreuz genagelt wurde. Er ist nicht hier; Gott hat ihn vom Tod erweckt! Erinnert ihr euch an das, was er euch in Galiläa gesagt hat?: "Der Menschensohn wird den Feinden Gottes ausgeliefert und ans Kreuz genagelt, aber am dritten Tag wird er vom Tod auferstehen." Hier seht ihr die Stelle, wo er gelegen hat. Doch er ist auferstanden, er lebt! Geht ihr jetzt zu den Jüngern und verkündigt ihnen, daß Jesus von Nazareth auferstanden ist. Er lebt!

((Der Engel geht))

S: Schnell, laß uns gehen! Das ist unglaublich!

M: Aber wir haben es mit eigenen Augen gesehen: er ist nicht mehr bei den Toten. Er lebt!!!

((Die Frauen gehen schnell))