Gemeinde: Salz und Licht

 

Gemeinde – das Projekt Gottes

Nachts ist es kalt in der Wüste – sehr kalt (Carlo Carretto: "Die Wüste ist ein kaltes Land, das manchmal sehr heiß sein kann."). Zum Schutz gegen Kälte und Wind haben sie sich Zelte gemacht aus Ziegenleder. Ein paar Feuer brennen, aber Holz ist knapp – und das dornige Gestrüpp brennt schnell ab und gibt wenig Wärme. Der Wind treibt den Rauch durch das Lager – und den Sand in die Augen. Viele Menschen drängen sich um ein Feuer und wärmen sich.

Ihre Gedanken gehen immer wieder zurück, viele Jahre zurück: In Ägypten war manches einfacher. Man wohnte in Häusern und nicht in Zelten – es gab Wasser, es gab zu Essen – nicht viel, aber genug.

Und ihre Gedanken gehen nach vorne: Wo gehen sie hin? Wo führt dieser Mose sie hin, der sich immer mit diesem Gott unterhält? In den letzten Jahren war er nicht sehr erfolgreich. Ein paar gewonnene Kriege ohne nennenswerte Beute. Aber sonst immer nur durch diese Wüste marschieren. Von einem Lagerplatz zum nächsten. Sie kennen sich scheinbar nicht sehr gut aus in dieser Gegend – Mose und Gott. Ein unbeachtetes Volk, ohne Bedeutung für die Welt. Nur eins haben sie gelernt: Zusammenhalten und gemeinsam dem Chef folgen. Denn alleine hat man in dieser Gegend keine Chance zu überleben.

® Der Anfang eines spannenden Projekts, das Gott sich vorgenommen hat: Gemeinde. Der Ursprung liegt im Volk Israel: Gott baut aus einem Haufen Sklaven, die wenig gemeinsam hatten, ein Volk: gemeinsamer Weg, Ziel, Gott – und Auftrag: ein Land einzunehmen und dort einen menschenwürdigen Lebensraum zu schaffen, wo Gott regiert (Bibl. Geschichtsforschung: Kanaaniter waren ein extrem menschenverachtendes Volk, wo u.a. Kinderopfer normal waren – was heute in Deutschland auch nicht so viel anders ist bei 300.000 Abtreibungen im Jahr).

In dieser Wüste "schweißt" Gott dieses Volk Israel zusammen – und trotz aller Streitereien, Auseinandersetzungen, Zerstreuung... hält dieses Volk zusammen bis heute!

Doch Israel ist nur Step One des Projekts. Gott tut dasselbe nochmal in einer größeren Dimension: Aus einem "Haufen" von Leuten, die in der Welt verstreut lebten (ohne Gott), baut er ein Volk, das zusammenhält, das einen Gott hat und ein Ziel! Dieses Volk heißt Gemeinde!

Gemeinde ist Gottes Projekt für diese Welt! Gemeinde hat eine besondere Stellung bei Gott, einen Auftrag, besondere Vollmacht. Wer dazugehört, hat ebenso eine besondere Stellung bei Gott: er gehört zu seinem Volk.

Gemeinde ist etwas Besonderes – viel mehr als Hauskreis: Gründung braucht Zeit, man braucht Leiter, MA, Geld, Ansehen/Akzeptanz (um ihren Auftrag tun zu können)
® eine Gemeinde gründet man nicht zwischen Frühstück und Mittagessen! (Indien: 300 Gemeinden in einem Jahr gründen??? ® Paulus kümmert sich mind. 2 Jahr um eine Gemeinde!)
® Gemeinde hat Bestand!!! (das zeigen auch die "Rest-Gemeinden")

® Gemeinde hat einen Auftrag!

Der Auftrag der Gemeinde

Was ist der Auftrag der Gemeinde – für was ist sie da? ® Was ist dein Auftrag – für was bist du da?

Mt 5,13-16 mit Illustration (Streusalz + Kerze und Glas)

Auftrag zum Bekenntnis

Ein starkes Wort – ein Auftrag für diese Welt!

Nach Mt 5, 1-12 (Seligpreisungen), wo die Schwäche der Jünger betont wird (hier bleiben viele Christen innerlich stehen!) ® nun die Klarstellung ihrer Bedeutung für die Welt.

seid: Tatsache, Status – aber keine Zusage des automatischen Gelingens. Sondern ein Aufruf, die Berufung wahrzunehmen – die Umsetzung liegt an uns.

® Wir/du solltest dir überlegen: Wie kann ich Salz/Licht sein?

Salz

Salz macht etwas Ungenießbares genießbar – es ist notwendiger Bestandteil (Bsp: Nudeln / Brot ohne Salz).

Salz rettet Leben: Bsp: Streusalz

Salz ist immer wenig im Essen / auf der Straße – deshalb ist es (leider) normal, dass wir als Christen wenige sind.

Bsp: wenig kann auch viel sein: 10% Christen in GP sind 5000 ® bei Jesus/Paulus waren es auch nur wenige Christen – aber: Gott kämpft trotzdem um jeden Menschen!

Salz: geht ganz hinein, geht unter, gibt sich ganz her, gibt sich auf.. – nur so kann er wirken. ® hineingehen in die Welt, das ist der Auftrag der Gemeinde.

(Wer ist die Gemeinde? ® Du!)

wenn es nicht mehr salzt

Gefahr der Gemeinde: nicht mehr Salz für die Welt sein, sondern Selbstzweck ® dann wird sie nutzlos!

Selbstzweck: Tradition und Selbstkontrolle ® "traditionell": "Äußeres betrachten und dann auf Inneres schließen."

Bsp: Vorwurf: "Die Gemeinde ist ungeistlich" - Unsinn: ob eine Gemeinde geistlich/ungeistlich ist sieht man nicht daran, was die Leute anziehen, sondern daran, wie sie leben/miteinander umgehen/Liebe zu Jesus!

Wollen wir so oberflächlich werden, dass wir das Herz eines Menschen anhand seiner Kleidung beurteilen? ® Jesus tat das nicht!

Was ist ungeistlich?

Alles, was wir nicht aus Liebe tun. ® Es gibt Christen, die "tun" so geistlich – aber es scheint ihre Hauptaufgabe zu sein, andere zu verurteilen: Kleidung, Freunde, Lebensstil...

Bsp: Menschen kommen zum Gemeindeleiter und beklagen sich über andere ® Das ist keine Liebe!!! Du meinst es gut, aber: Das ist nicht von Gott, sondern vom Teufel, denn er ist der "Verkläger der Brüder"! Offb 12,10) ® das macht mich traurig

Auftrag: nicht: andere einsalzen, sondern Salz für die Welt zu sein!

Salz ist das, was zu einem lebenswerten Leben benötigt wird: Liebe (® nicht Gesetzlichkeit!). Menschen brauchen die Liebe Gottes, sonst gehen sie ein!

In dem Maß, in dem du die Liebe Jesu ausstrahlst und weitergibst, in dem Maß bist du Salz (und die Gemeinde).

F: Gehörst du zur Gemeinde? Warum? Warum bist du hier? ® Weil Jesus dich braucht! Weil er dich gerufen hat! Du sollt Salz der Erde sein:

F: Wo ist die Erde für dich? Wo ist dein Platz? Wo ist dein Auftrag?

Jeder von uns hat einen Auftrag. Vielleicht fühlst du dich nicht heilig/vollkommen genug?

F: Was kommt zuerst: Heiligung oder Berufung? ® oft kommt erst die Berufung

Bsp: Paulus wird als Sünder berufen, Petrus wird Jünger und dann erst immer reifer/vollkommener

 

von den Leuten zertreten

Die harte Konsequenz einer nutzlosen Gemeinde! Nutzlos:

Bsp: Beziehungen: überprüfe deine Beziehungen in der Gemeinde: welche "leben" noch – und welche sind in Tradition erstarrt? ® Bsp. auf Arbeit ® immer dieselben Themen/Sprüche/Verhalten...

® Sei mal mit jemand anderem zusammen! Geh’ mal mit jemand anderem zum Essen...

Die nutzlose Gemeinde wird zertreten - meistens wird sie von den eigenen Leuten zertreten.

Licht

Jesus ist das Licht – aber wir sollen von Jesus angestrahlt werden und dessen Licht weitergeben ("Everyone is a moon").

Es gibt kein anderes Licht in der Welt als Jesus:

In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.

Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht ergriffen. Joh 1,4-5

 

nicht verborgen

Die Menschen achten auf uns – und das sollen sie auch dürfen!

® die andere Seite der Lebensführung: (wir sollen nicht über anderen urteilen, aber:) sei dir bewusst, dass Nicht-Christen dein Leben ansehen und sich danach für oder gegen Jesus entscheiden!

Hüten wir uns vor dem Vorwurf: "Der ist Christ, aber er ist auch nicht anders. Sonntags tut er fromm, und Montags lebt er wie ich".

 

Licht leuchten, damit die Leute eure guten Werke sehen

Was sehen die Leute? Wir wir leben – auch in der Gemeinde:

Wie gehen wir miteinander um? ...mit Gästen/Besuchern? ® fühlt man sich hier noch willkommen?

Was drücken wir non-verbal aus? ® Sitzt die Gemeinde in der ersten Reihe und die Gäste dürfen nach vorne? ® Message: Ich distanziere mich – ich gehöre nicht dazu.

Wie tun wir unseren Dienst? Mit Leidenschaft – oder lustlos?

 

Was ist der Auftrag der Gemeinde? ® Salz und Licht – sonst schließen wir und machen hier eine Videothek auf...

Der Auftrag der Gemeinde ist immer dein Auftrag!

Ich rufe euch auf, ihr