Die gesamte Weihnachtsgeschichte (Mt, Lk) hat für die Menschen, die dabei waren, drei Schwerpunkte – und wir werden sehen, dass das auch heute für uns gilt! Ein kleiner Abschnitt, wo alle drei Schwerpunkte zusammenkommen. F: Welche sind es?
L Lk 2, 9-15
Alle sind auf dem Weg – F: Wer beginnt?
Gott: Er macht sich auf ganz neue Weise auf den Weg in und durch diese Welt (Schwangerschaft, Geburt, Kindheit, Jugend, Beruf, nach Jerusalem, Tod). Gott kommt den Menschen entgegen – er wird erreichbar! ® das erfordert eine Antwort/Reaktion: seinen eigenen Platz verlassen und zu ihm gehen.
Wer geht – wer lässt sich rufen? F: DU? [[® Platz „Klavier“]]
Maria und Josef: dies beginnt mit Zustimmung „Mir geschehe, wie du mir gesagt hast“ (Maria); „Josef tat, wie ihm der Engel geboten hatte“. Damit beginnt ein Weg: Nazareth ... Bethlehem ... Ägypten ... Jerusalem: das Leben von Maria wurde nie mehr so, wie es vorher war. ® Es hat immer Konsequenzen, mit Gott zu gehen. Aber:
Wenn Gott dich ruft, dann musst du gehen, auch
wenn du dich nicht fähig fühlst. Maria war jung, schwach, hilflos
– aber sie folgte Gottes Ruf und ging seinen Weg. Und sie kam ans Ziel,
denn das ist das Versprechen, das Gott gibt:
„Gott wird das gute Werk, das er bei euch
angefangen hat, auch vollenden.“ Phil 1,6
Wenn Maria gewusst hätte, was alles kommt, wäre sie trotzdem mit gegangen? Ja,
denn sie glaubte Gott.
F: Wohin ruft Gott dich?
Die Hirten: [[® Platz „Baum“]] Sie waren die echte Unterklasse – wie die Müllmänner. Aber Gott rief sie! Bsp: Stell dir vor, Jesus wird in Deiner Stadt geboren und Gott würde die Müllmänner rufen und nicht uns!
Was dachten sie? Wir sind es nicht wert, zu einem König zu gehen – so wie wir aussehen. Und was die Leute denken ...
Sie gingen trotzdem – und wir lernen: Wenn Gott uns ruft ist es egal, was die Leute von uns denken. Und das muss uns auch egal sein: Es gibt immer Menschen, die gute Gründe finden, warum du nicht den Weg gehen solltest, den Gott dir gezeigt hat. Die Hirten haben sich auf den Weg gemacht – und du?
Die drei Weisen aus dem Morgenland: Gott sprach
zu ihnen in der Art, die sie verstanden: durch Sterne. ® sie machten sich auf einen weiten Weg,
um Gott zu begegnen [[losgehen]] – wo sind sie
zuerst gelandet? [[® Platz „1. Reihe“]] Beim
König Herodes im Jerusalem! Warum? Der Stern hat sie da nicht
hingeführt, aber sie hatten dem Stern nicht mehr geglaubt. Nun mussten
sie sich korrigieren. [[® Platz „hinten“]]
® Einen Weg mit Gott gehen: lang,
mancher Irrweg, Umweg. Wichtig: nicht aufgeben!
F: Weißt du, dass du auf einem falschen Weg gelandet bist, oder auf einem Umweg? Vielleicht ist heute der Tag, wo du dich entschließt, nach dem richtigen Weg zu fragen! Jesus sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Aber du musst gehen, dich bewegen. Bewegen fällt uns schwer – schon das Umdrehen, wenn man erkennt, dass sich die Situation geändert hat, fällt schwer.
F: Kommt dir dein Weg zu lange vor, willst du viel weiter sein? ® bleib dran, Gott hat eine andere Zeitvorstellung als du! Wer mit Gott geht, muss sich auf einen Marathon einstellen, nicht auf einen Sprint! (Jesus kam vor 2000 Jahren, und der Weg Gottes mit dieser Welt ist immer noch nicht zuende!)
Die Weihnachtsgeschichte ist eine Weg-Geschichte – es liegt an dir/mir, ob wir gehen.
[[® Jalousien, Licht]]
Zu keiner Zeit des Jahres brennen so viele Kerzen, Christbäume, Sterne, Lichterketten ... wie an Weihnachten. Warum? Weil es schön ist: geborgen, gemütlich, warm.
Was ist, wenn das Licht fehlt? Dunkelheit, Kälte, Unsicherheit, Angst.
Licht ist Leben – Finsternis ist Tod! Darum ist Weihnachten untrennbar mit Licht verbunden – aber auch mit Finsternis. F: Wann wird Jesus geboren? Nachts! Das Licht kommt in die Finsternis. [[®Laterne an, Platz „Krippe“]]
Und die Finsternis kann es nicht auslöschen! Vollkommene Dunkelheit ist furchtbar – unser Auge sucht immer nach irgendeinem Licht! Aber: die kleinste Lichtquelle gibt Orientierung und dem ganzen Raum Licht (Spalt / Schlüsselloch / Stern in der Nacht).
Schlimmer als äußere Dunkelheit ist innere Dunkelheit: wenn Menschen in ihrem Herzen ohne Licht sind, ohne Hoffnung, Freude, Leben.
Hier ist unser Schwachpunkt: Der Teufel will das Licht in unserem Herzen auslöschen – er greift unsere Gedanken und Gefühle an! ® Ursache für die meiste Not in unserem Leben.
Weihnachten: Gottes Licht kommt in die Welt. Was bedeutet das? Wird durch Weihnachten irgendetwas heller? Christbaum, Kerze, Lichterkette – das ist alles nur äußerlich.
Nein, es kann viel mehr hell werden: Durch Weihnachten, durch die Kraft Gottes, die in uns wirksam wurde, können wir das Licht hineinbringen in das Leben von Menschen, die im Dunkeln leben. Was geschieht, wenn ich mich um jemanden kümmere, der Hilfe braucht? In seinem Leben beginnt das Licht Gottes zu leuchten – und auch in meinem Leben!
Ich kenne Menschen, die Not haben – und du kennst sie auch. Gott hat uns gerufen, Licht zu sein:
Ihr seid das Licht der Welt!
Das sollte unser tägliches Gebet sein: Herr, wem soll ich heute Licht bringen? Wem kann ich heute helfen, wen kann ich ermutigen ...
Weihnachtsgeschichte = Licht-Geschichte: ob das Licht kommt liegt nicht mehr an Gott, sondern an uns. Wenn wir unserer Berufung nachkommen und Licht sind, dann wird es hell. [[® Licht an]]
„Ich verkündige euch große Freude, die allen Menschen widerfahren wird.“ – so sagen es die Engel den Hirten. F: Freust du dich über Weihnachten?
® Kinder freuen sich, aber wir sind keine Kinder mehr. Wir wissen: Geschenke werden langweilig, gehen kaputt, die Kerzen werden abends ausgeblasen, der Christbaum verliert in einigen Tagen die Nadeln, es kommt ein neues Jahr mit alten Problemen und Sorgen. Wie unromantisch – wie realistisch, wie wahr.
Die Engel können sich freuen – aber die Hirten, ... und wir? Gibt es Grund zur Freude?
Nehmen wir Gott mal ernst – er sagt: Freuet euch!!! Bsp: Tun wir das halt mal: Pappnase, Alkohol, Essen, Witze[1].
Ist das die Freude, nach der wir uns sehnen, ... die die Engel meinen? ® Wir verstehen viel zu wenig von Freude! Wir meinen meistens kurzfristige Befriedigung. Wir sollten uns mal über echte Freude Gedanken machen.
Freude ist ein Geschenk Gottes, eine Frucht des Hl. Geistes: „Die Früchte des Geistes sind ... Freude ...“ (Gal 6). Echte Freude kann alleine die Gegenwart Gottes schenken. Warum verkündigen die Engel den Hirten Freude? Weil sich ihre Lebensumstände ändern? Nein, sondern: Weil Gott zu ihnen kommt! Sie bekommen ein Mega-Angebot, eine Mega-Einladung: sie dürfen Gottes Sohn/Gott kennen lernen. Sie dürfen an ihn glauben. Sie dürfen – einige Jahre später – seinen Hl. Geist empfangen! Damit zieht diese Freude in ihr Herz ein.
Wenn dein Leben Jesus gehört und der Hl. Geist in dir wohnt, dann ist auch Freude in dein Herz eingezogen – d.h.: die Fähigkeit, dich zu freuen, von Freude erfüllt zu sein, von der Quelle der Freude zu empfangen, die immer fließt, immer Überfluss hat. Bsp: meine Bekehrung ® damit begann die Freude in meinem Leben!
Freude ist eine Sache der Gefühle und des Verstandes und der Entscheidung! Die Bibel sagt an vielen Stellen: Freut euch!
Wie macht man das?
Ich treffe eine Entscheidung: Gott hat mir gesagt, dass ich mich freuen darf/soll! Und ich werde mich freuen und werde mir die Freude nicht nehmen lassen! Nicht durch Menschen, Gedanken, Umstände. Freude ist nicht abhängig von Umständen/Gesundheit/Geld. Freude ist ein innerer Zustand, der eigentlich nicht von außen angegriffen werden kann, weil er von Gott kommt.
Wir können Freude unterdrücken – und wir können der Freude Raum geben. Bsp: Stehe morgens vor den Spiegel und lächle 30 sec ® deine Gefühle werden sich verändern!
Tue bewusst Dinge, die Freude ausdrücken, z.B. Tanzen, Klatschen, Lachen. Viele Menschen verbieten sich alle Ausdrucksformen der Freude! Ergebnis: sie können sich nicht mehr freuen!
® das alles ist nett – und ist eine wertvolle Hilfe. Aber dahinter muss etwas anderes stehen: Die Freude am Herrn. Die Freude an Gott, an Jesus!
Nur die Freude am Herrn wird unser Herz wirklich, dauerhaft, tief mit Freude füllen: weltliche Dinge vergehen (Geschenke, Christbaum), aber der Herr vergeht nicht/ändert sich nicht. Die Freude am Herrn ist tiefer als unsere Gefühle: ich kann traurig sein, Sorgen haben, Not – und trotzdem kann ich mich am Herrn freuen!
Bsp: Zeiten, in denen ich Angst hatte, überfordert war, müde, Sorgen, schlecht gelaunt – und ich habe auf Gott geschaut und gesagt: Herr, ich freue mich an dir! Und plötzlich – wie wenn eine Schleuse geöffnet wird, die vorher geschlossen war – wird dein Herz von einer göttlichen Freude erfüllt und du spürst: „Ich habe etwas, das mir niemand wegnehmen kann.“
[[® Lied: Etwas in mir]]
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Herz-Karten:
Weihnachten 2003:
Fürchtet euch nicht! Ich bringe euch die größte Freude für alle Menschen. (Lk 2, 10)
Freuet euch des Herrn und seid fröhlich, ihr Gerechten und jubelt, die ihr zum Herrn gehört. (Ps 32,11)
Weihnachten 2003:
Und die Hirten machten sich auf den Weg nach Bethlehem um zu sehen, wovon der Engel Gottes gesprochen hat. Und sie fanden das Kind in der Krippe: den Heiland der Welt.
Glücklich ist jeder, der dem Herrn gehorcht und auf seinen Wegen geht. (Ps 128,1)
[1] In einer Versammlung ließ Spurgeon seinen Hut herumgehen, um das Opfer einzusammeln. Niemand warf etwas hinein. Allerdings waren die Zuhörer gespannt, wie er das Dankgebet formulieren würde, als er den Hut zurückbekam. Er betete: „Ich danke dir, Herr, dass mir diese geizige Bande wenigstens meinen Hut wieder zurückgegeben hat.“