Thema: Was traue ich Gott zu???
Text: Matth. 14,22-29
Was passiert wenn ich diesen Tischtennisball in das Glas mit Wasser werfe??
Er müsste schwimmen, tut es aber nicht.
Þ
Auflösung kommt im Laufe des Vormittages.
Ich lese den Text den wir uns heute Morgen zusammen anschauen möchten
Mat. 14.22-29.
Jesus ist mit seinen Jüngern unterwegs
- Jesus ist mit seinen Jüngern unterwegs
- Johannes wird ermordet
- Speisung der 5000. Die Jünger bekommen mal wieder hautnah ein Wunder von Jesus mit.
Und nun diese ganze Begebenheit.
- V.22: Jesus nötigte seine Jünger ohne ihn schon einmal voraus über den See zu fahren. Seine Jünger wollten nicht ohne ihren Meister gehen, doch Jesus bedrängte sie so lange bis sie in Ihr Boot stiegen und sich auf den Weg zum anderen Ufer machten. Ich weiß nicht warum Jesus die Jünger losschickte und warum er die vielen Leute die bei ihm waren alleine verabschieden wollte. Rein menschlich gesehen hätte er die Hilfe seiner Jünger gut gebr. können.
- V.23: Hier kommen wir dem Grund warum Jesus alleine sein wollte ein großes Stück näher. Als also die Leute , die seine Predigt gehört hatten weg waren, ging Jesus auf einen Berg um zu beten. So verbrachte Jesus den ganzen Abend alleine mit seinem Vater im Gebet.
- Es fällt immer wieder auf wie Jesus sich bewußt Zeit nahm um sich abzusondern, sich zurückzuziehen. Er brauchte die Zeit der Stille mit seinem Vater. Ohne Zeit mit Gott im Gebet kommen wir in unserem Glaubensleben nicht weiter. Natürlich könnt ihr jetzt sagen: was soll dieses fromme Gerede von wachsen im Glauben und so. Es steht euch zu so zu denken aber ich kann euch versprechen, daß Gott sich nicht spotten läßt: vorne herum fromm tun, die Fassade waren aber in der Freizeit zu Hause wenn es hoch kommt 5 Minuten für die Stille Zeit abzwacken. Gott ist kein Feuerlöscher der Jahre lang in irgendeiner dunklen, staubigen Ecke steht und nur wenn es brennt herausgeholt wird. Das kann vielleicht einmal gut gehen, aber verlassen würde ich mich darauf nicht. Ich und wir müssen uns die Sache mit Jesus und unserem Leben immer wieder Ernst und bewußt machen.
Es steht wirkliche niemandem zu über andere zu Urteilen außer Gott selber, aber die Bibel muß die Grundlage unseres Lebens sein.
- V24: Die Jünger waren nun also auf dem See und es kam Sturm auf und der Wind war ihnen entgegen. Was stellt sich uns im Alltag entgegen? Wo haben wir Probleme die wie eine Flutwelle auf uns zu rast. Interessant auch die Parallelen die wir für uns ziehen können.
Die Jünger mit der Erfahrung der Speisung der 5000 im Rücken geraten jetzt in Seenot. Sie haben miterlebt wie Jesus Wunder tut und scheitern jetzt fast an ihrem Alltag.
Wir haben vielleicht eine gute Predigt gehört die uns angesprochen hat, ein christliches Konzert besucht oder aber an einer Freizeit teilgenommen wo wir geistlich auftanken konnten. Es gibt immer wieder Begebenheiten aus denen wir voller Elan im Glauben hervorgehen – und dann—der Alltag, die Stürme des Lebens wie es so schön heißt.
Streß/ Hecktick/... und unsere Beziehung zu Jesus kommt aus dem Gleichgewicht. Das Beten und das Bibellesen kommt zu kurz, ich habe keinen Bock mehr in den Gottesdienst zu gehen usw.
Vielleicht geht es euch ja nicht so und ihr steht da drüber, aber ich habe da manchmal Probleme und muß und darf mich dann aber immer wieder aufs wesentliche konzentrieren – Jesus Christus. Natürlich kann uns ein Gespräch mit einem Freund in einer bestimmten Situation weiterhelfen, aber Freunde können niemals meine Beziehung zu Jesus Christus ersetzen.
- V25: Die Nacht ist weit fortgeschritten und es dämmert schon fast. Es muß so zwischen 3 und 6 Uhr Morgens gewesen sein. Die Jünger kämpfen immer noch aus eigener Kraft gegen den Wind und die Wellen an. Und was passiert? Jesus begegnet ihnen so wie sie es sich sicherlich nicht vorgestellt hatten. Die Jünger hatten in dem Augenblick der Not und der Anfechtung den Blick für das Wesentliche verloren und rechneten nicht mit dem Eingreifen und der Hilfe Jesus. Man liest an dieser Stelle nichts davon, daß die Jünger auch nur einen Gedanken an ihren Herrn und Meister Jesus verloren hätten. Wie schnell verlieren wir manchmal die Blickrichtung? Wir drehen uns mit unseren Problemen und Alltagssituationen um uns selber. ABER JESUS SAGT STOP !!!
In dem Kreisverkehr in dem wir uns mit unseren Gedanken manchmal befinden gibt es nicht nur eine Einfahrt sondern auch eine Ausfahrt. Einen Weg heraus, und Jesus möchte dir diesen Weg zeigen und dich an der Hand nehmen und dich herausbegleiten.
Irgendwann muß Jesus in meinem Leben wieder einhacken können um zu sagen
Hey mein Sohn oder meine Tochter schau auf mich und vertraue mir.
- V26: Jesus greift ein. Wie reagieren wir auf Gottes eingreifen? Schreien wir vor Entsetzen: "Nein Gott deine Hilfe muß doch in meiner Situation ganz anders aussehen". Wie schnell haben wir doch manchmal die Lösung für unsere Probleme im Kopf schon fertig ohne Gott auch nur die Möglichkeit zu geben zu uns zu sprechen. Oder denken wir, daß dieser Ausweg den Gott uns bereit hält gar nicht von Gott sein kann. Laßt uns unser Leben immer wieder nach dem Wort Gottes der Bibel ausrichten. Und Ratschläge die andere an uns herantragen anhand der Bibel prüfen.
- V27: Man muß sich das mal so richtig vor Augen führen. Die Jünger kämpfen in ihrem in Seenot geratenem Boot ums nackte Überleben, sie denken es kommt ihnen ein Geist auf dem Wasser entgegen und der sagt jetzt auch noch sie sollen sich nicht fürchten.
Jesus möchte auch noch in unserer größten Not zu uns sprechen und uns sagen. Seid guten Mutes! Ich bin es. Fürchtet euch nicht!
- V28+29: 2. Tischtennisball ins Wasser werfen.
Petrus erkennt Jesus mit seiner Vollmacht und vertraut ihm voll und ganz.
Das Meer tobt die Jünger kämpfen immer noch gegen den Wind und die Wellen an und Petrus bekommt in seiner sehr spontanen und impulsiven Art den Blick als erster und einziger wieder klar.
Petrus sagt zu Jesus wenn du es wirklich bist so zeige mir deine Vollmacht und laß mich auf dem Wasser zu dir kommen. Und was passiert – Petrus geht durch Gottes Allmacht und Gnade auf dem Wasser Jesus entgegen.
Petrus wird in vielen Predigten kritisiert weil er scheiterte und versank. Aber er hat den entscheidenden ersten Schritt gewagt – die anderen Jünger sind zwar nicht wie Petrus ins Wasser gefallen aber sie haben den entscheidenden Schritt auf Jesus zu erst gar nicht gewagt.
Außer Jesus war Petrus so weit ich weiß der einzige Mensch der je in der Geschichte auf dem Wasser ging. Und das nicht weil er zweifelte sondern weil er vertraute. Er verließ sich nicht auf seine Fähigkeiten sondern auf die Kraft Gottes.
Mit was sind wir gefüllt?
- Möglichkeit: Sind es die Probleme des Alltags oder ist es Sünde die noch nicht bereinigt ist. Hier muß ich mich und jeder von euch selber fragen. Das Ergebnis sehen wir hier in unserem Wasserglas. Sünde und das egozentrische (Ich als Zentrum) um uns selber drehen zieht uns immer weiter von Gott weg. So wie der Sand in dem Tischtennisball ihn ebenso in die Tiefe zeiht obwohl er von seiner Beschaffenheit her zum schwimmen förmlich verurteilt ist.
- Möglichkeit: Sind wir gefüllt mit dem Geist Gottes und lassen uns von ihm durch den Alltag helfen. Dazu ist Jesus am Kreuz gestorben, nicht das wir uns alleine durchwursteln müssen.
Genauso wie der Tischtennisball zum Schwimmen bestimmt ist. Möchte uns Gott auf seinen gnädigen Händen durch die Stürme unserer Zeit tragen.
AMEN