Wieviel Freiraum hat ein Christ?
==> Wer sein Leben mit Jesus lebt, ihm seine Herrschaft überläßt, wird der von Gott gelenkt? Wieviel Eigenverantwortung hat er?
-> Verse, die auf Eigenverantwortlichkeit hindeuten und Verse, die auf Lenkung Gottes hindeuten.
==> Wieviel Freiraum hat der Christ?
Bilder vom
× Kompaß
× Freunde / Partnerbeziehung
× Deo / Kugelschreiber
Eigenverantwortliches Handeln (Sonst wäre Bild vom freien Willen nur für den Nichtchristen gültig)
So wie Kinder erwachsen werden, sollen auch die Christen geistlich "erwachsen" werden, und selbst im Sinne Gottes entscheiden (Hebräer 5,12-14). Sie haben durch regen Gebrauch geübte Sinne, um Gut und Böse unterscheiden zu können.
Gott wollte ein Gegenüber, keine Marionetten. Wenn er nur Befehlsempfänger gewollt hätte, hätte er uns als Engel erschaffen können. Aber er erschuf uns so, wie wir sind, und er empfand es als sehr gut (Nicht nur als Nichtchrist), d.h. mit der Fähigkeit zu denken, planen, mit Verstand und eigenem Willen. Diese Funktionen wären nicht erforderlich, wenn Gott uns nur als Befehlsempfänger gebrauchen wollte.
Bsp.: Ein Mitarbeiter, der das Ziel des Chefs/Firma verfolgt, aber selbständig und eigenverantwortlich arbeitet und handelt, ist wertvoller als ein fleißiger Mensch, der nur genau das tut, was man ihm sagt. (Um das Ziel aber auch verfolgen zu können, ist reger Kontakt zum Vorgesetzten erforderlich, sonst dividieren sie bald auseinander.)
Es geht also nicht darum, permanent nur "Willensucher" Gottes zu sein, und aus Angst davor, sich gegen Gottes Willen entscheiden zu können, lieber gar nichts zu tun.
Wenn Gott mir Freiraum läßt, geht er den Weg auch mit. (Spr. 3,5.6)
Wie sieht nun der rechte Umgang mit diesen unterschiedlichen Aspekten aus?
Wichtig: Man darf nicht eine Seite gegen die andere ausspielen (nicht auf einer Seite vom Pferd fallen, d.h. nicht nur lenken lassen (Passivität), nicht nur alles selbst entscheiden).
Matth. 7,7.8 (als Einheit sehen):
1. bitten
a) Beziehung zu Gott leben, bevorstehende Dinge besprechen, Ziele gemeinsam abstecken, im Gespräch bleiben
b) Bitten vorbringen
c) hören
Beziehungsregeln zwischen Menschen sind auch auf die Gottesbeziehung anwendbar (d.h. ein Mensch, der nur permanent am Herausfinden ist, was ich will, und das dann tut und nichts selbst entscheidet, ist genauso unangenehm wie jemand, der immer alles selbst entscheidet und mich nie miteinbezieht).
2. suchen
a) sich in Bewegung setzen
b) nach konkreten Möglichkeiten suchen
3. anklopfen
a) Entscheidungen treffen
b) in Aktion treten
Zusammenfassung:
Sprüche 3,5.6
1. D.h. Gott will miteinbezogen werden.
2. Ich darf mich auf meinem Lebensweg entscheiden
3. Ich darf mich darauf verlassen, daß Gott mich führt, wenn ich Gott miteinbeziehe (Bsp. Gedanke, der mich zur Entscheidung veranlaßt hat, kam von Gott)