Hilfen für die Partnerwahl
Wer seinen Glauben an Jesus Christus ernst nimmt, sollte sich einen Partner suchen, der seinen Glauben mit ihm teilt.
Ansonsten werden sich folgede Punkte zum Problem entwickeln:
× unterschiedliche Wertvorstellungen
× teilweise getrennte Freizeitaktivitäten und Prioritäten (Gemeinde, Besuch bestimmter Kreise, etc.)
× über das, was einen am tiefsten bewegt, kann man mit seinem Partner nicht reden
× keine gegenseitige Unterstützung im - nicht immer ganz einfachen - Glaubensleben möglich
"Gegensätze ziehen sich an" oder "Gleich und gleich gesellt sich gern"?
× Unterschiede erscheinen zunächst anziehend und attraktiv, später erweisen sie sich jedoch als Problempunkte.
× Je mehr Gemeinsamkeiten in einer Partnerschaft vorhanden sind, desto stabiler erweisen sich die Ehen.
× Gemeinsamkeiten sind wie Positionen auf der Habenseite eines Bankkontos, Unterschiede wie Positionen auf der Sollseite.
× Es wird nie so sein, daß es nur Gemeinsamkeiten gibt. Deshalb muß man genau prüfen,
a) wie das Verhältnis zwischen Gemeinsamkeiten und Unterschieden ist,
b) welches Gewicht die Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede haben,
c) sich der Bedeutung und der Folgen der Unterschiede bewußt machen und realistisch einschätzen.
× Durch Flexibilität bzw. Anpassungsfähigkeit können Unterschiede bewältigt werden.
× Welches sind die wichtigsten Gemeinsamkeiten bzw. kritischsten Unterschiede?
Welche Gemeinsamkeiten sind absolut wesentlich?
u Intelligenz
u Wertvorstellungen
u verbale Intimität
u Interessen
u Rollenerwartungen
Gegensätze, die die meisten Schwierigkeiten in der Ehe mit sich bringen:
u Energielevel
u persönliche Gewohnheiten
u Umgang mit Geld
u sprachliche Fähigkeiten und Interessen
Eine Freundschaft ist eine Zeit des Prüfens
Nachdem man sich kennengelernt hat, sollte man irgendwann dazu übergehen, zu prüfen, ob man zueinander paßt. Eine Hilfestellung dazu können Bücher bieten, die beschreiben, auf welche Punkte es bei der Wahl des richtigen Partners ankommt. Man sollte möglichst viel im Vorfeld über solche Dinge reden, um die bösen Überraschungen so klein wie möglich zu halten. Eine weitere Hilfe sind Gesprächspartner, Personen des Vertrauens, die die Sache objektiv prüfen und auch bereit sind, kritische Dinge anzusprechen.
Was verbirgt sich hinter einer Freundschaft?
× Eine Freundschaft ist eine Zeit des Prüfens.
× Eine Freundschaft sollte das Ziel "Ehe" haben.
× Eine Freundschaft muß nicht zur Ehe führen, sie schließt ein "Nein" mit ein. Wahre Liebe kann auch um der Liebe willen auf den anderen verzichten, wenn man merkt, daß ein gemeinsamer Weg nicht sinnvoll ist.
× Mit einer Freundschaft gibt man ein Stück seines Selbstbestimmungsrechts auf.
× Eine Freundschaft beinhaltet ein Treueversprechen.
× Eine Freundschaft ist ein Bekenntnis zueinander in der Öffentlichkeit.
Hilfreiche Voraussetzungen für den Beginn einer Partnerschaft
Man muß die nachfolgenden Voraussetzungen nicht unbedingt erfüllen, aber sie sind eine Hilfe, weil dann die Partnerschaft weniger belastet wird.
Umgekehrt darf man aber nicht den Schluß ziehen, daß man erst alle Voraussetzungen erfüllen muß, bevor man eine Partnerschaft beginnen kann. Man kann Dinge auch gemeinsam in einer Beziehung erlernen; man sollte sie aber vor der Ehe lernen, weil man nicht davon ausgehen darf, daß sich der Partner nach der Ehe "schon noch ändern wird".
Hilfreiche Voraussetzungen:
× ähnlicher Reifegrad
× Beziehungsfähigkeit
× Gemeinschaftsfähigkeit (Leben in der Gruppe)
× gelebte gleichgeschlechtliche Freundschaft (Zweierschaft)
× Loslösung vom Elternhaus
× Fähigkeit von beiden Partnern, auch alleine leben zu können
× gelebte Beziehung mit Jesus von beiden Partnern
× Vorstellungen über den Partner (in wesentlichen Punkten) im Vorfeld machen
× Auseinandersetzung mit dem Thema Partnerwahl im Vorfeld
× Beten für den richtigen Partner (einschließlich der wesentlichen Punkte)